VonElisa Buhrkeschließen
Lucas Sauter Orengoschließen
Am Sonntag sind weite Teile Bayerns von Glatteis betroffen. Der Deutsche Wetterdienst warnt eindringlich vor der Unwetter-Lage. Bislang gab es nur kleinere Unfälle.
Update, 5. Januar, 16.45 Uhr: Der Wetterumschwung mit gefrierendem Regen und Glatteis hat sich am Sonntag in Bayern auf den Straßen und auch im Flugverkehr ausgewirkt. Zwar kam es in Summe nicht zu größeren Vorfällen, doch mussten gestrichene Flüge, Unfälle mit Blechschäden sowie rutschiger Schneematsch vermeldet werden.
Im Bahnverkehr blieben Einschränkungen hingegen weitgehend aus. Am Nachmittag hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Unwetterwarnung für Glatteis im Freistaat auf. Glatteisgefahr bestand am Sonntag laut dem DWD zunächst vor allem in den südöstlichen Regionen des Freistaats, im Tagesverlauf verschoben sich die Warnungen nach Nordosten.
Zeitweise wurden für mehrere Regierungsbezirke amtliche Unwetterwarnungen herausgegeben. Der Wetterdienst empfahl, Aufenthalte im Freien und insbesondere Autofahrten zu vermeiden.
Update, 5. Januar, 13.42 Uhr: Die amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis im Nordosten Bayerns gilt noch bis 14 Uhr, im Norden noch bis 15 Uhr. Am Flughafen München hat die Wetterlage für mehrere Ausfälle gesorgt. Aufgrund reduzierter Sichtweite im Zuge des Schneefalls wurden zeitweise die Abstände zwischen Starts und Landungen vergrößert. Flugzeuge mussten enteist werden.
Update, 5. Januar, 11.35 Uhr: Am Sonntag sind auf den Straßen Bayerns größere Unfälle aufgrund des Wetters zunächst nicht vorgekommen. Die Polizeipräsidien in Bayern berichteten auf Anfrage von vereinzelten kleineren Unfällen, die hauptsächlich Sachschäden verursachten. Nur in seltenen Fällen wurden Leichtverletzte gemeldet. Eine genaue Anzahl war zunächst nicht verfügbar.
Zahlreiche kleinere Unfälle wegen Glatteis in Bayern
In der Nähe von Aiglsbach im niederbayerischen Landkreis Kelheim geriet ein mit Orangen beladener LKW auf einer vereisten Straße in einer Kurve von der Fahrbahn. Die Polizei berichtete, dass der LKW mit einem Kran geborgen werden musste und die Bundesstraße 300 für mehrere Stunden gesperrt blieb.
In der Nähe von Krumbach im schwäbischen Landkreis Günzburg - ebenfalls auf der B300 - ereignete sich nachts ein wetterbedingter Auffahrunfall. Vermutlich aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse und einer nicht angepassten Geschwindigkeit kollidierte ein Auto mit einem vorausfahrenden Fahrzeug. Der entstandene Schaden beläuft sich laut Polizei auf etwa 15.000 Euro.
Polizei: „Menschen scheinen vernünftig zu fahren“
Das Polizeipräsidium in Niederbayern verzeichnete nach Angaben eines Sprechers seit 7.00 Uhr etwa über 20 wetterbedingte Unfälle. In Oberbayern Nord waren es etwa fünf, in Oberbayern Süd über zehn. Das Präsidium in der Oberpfalz meldete zunächst vier Glätteunfälle, in Oberfranken waren es etwa zehn und in Mittelfranken seit den frühen Morgenstunden etwa 20.
In Unterfranken gab es laut einem Polizeisprecher „den ein oder anderen Rutschunfall. Die Menschen scheinen vernünftig zu fahren.“ In Schwaben Nord war die Anzahl mit 30 wetterbedingten Unfällen seit Samstagabend „überschaubar“, so ein Sprecher. Auch im Einsatzgebiet Schwaben Süd/West blieb die Anzahl gering.
Keine größeren Beeinträchtigungen im Bahnverkehr
Wetterbedingte Störungen auf den Schienen blieben weitestgehend aus. „Der Bahnverkehr in Bayern rollt“, so eine Bahnsprecherin. Es gab keine größeren Beeinträchtigungen, nur vereinzelt kam es zu lokal begrenzten Vorfällen.
Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits am Samstag für Teile Bayerns vor Glatteis gewarnt. Vor allem die südöstlichen Regionen des Freistaats waren betroffen. Der Wetterdienst riet Autofahrerinnen und Autofahrern, Fahrten zu vermeiden.
Glatteis und Schnee-Alarm in Bayern: Drastische Warnung des DWD
Update, 5. Januar, 10 Uhr: Die Warnung vor Glatteis im Süden Bayerns ist inzwischen aufgehoben. Dafür gilt eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis noch bis 14 Uhr (teilweise 15 Uhr) im Nordosten Bayerns, insbesondere Oberfranken, die Oberpfalz und Niederbayern sind betroffen: „Es besteht hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz“. In Unterfranken und Mittelfranken sowie im nördlichen Oberbayern warnt der DWD noch bis 12 Uhr mittags vor „markanter Glätte“. Im Nordosten Bayerns kommt es zudem zu Neuschnee.
Update, 5. Januar, 9.10 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) mahnt zur Vorsicht aufgrund erhöhter Unfallrisiken durch gefrierenden Regen und Eisbildung auf den Straßen Bayerns. Besonders in den südöstlichen Gebieten des Freistaats sei die Gefahr von Glatteis gegeben. Der DWD rät dazu, Aufenthalte im Freien und insbesondere Fahrten mit dem Auto zu unterlassen. Vor allem im östlichen Teil Bayerns könnte die Glätte bis etwa 14 Uhr anhalten – so lange war die Warnung des DWD zunächst gültig.
Bis zum Mittag prognostizieren die Wetterexperten flächendeckend von Südwest nach Nordost ein bis fünf Zentimeter Neuschnee, in mittleren Gebirgslagen stellenweise bis zu zehn Zentimeter in wenigen Stunden. In den hohen Lagen der Alpen wird es stürmisch – mit Sturmböen um die 80 Kilometer pro Stunde und vereinzelt sogar orkanartigen Böen um die 110 Kilometer pro Stunde.
Am Montag erwartet der DWD wärmere Temperaturen, allerdings mit deutlichen Unterschieden je nach Region: Während in Teilen Niederbayerns nur 3 Grad prognostiziert werden, könnte es in Mainfranken bis zu 14 Grad warm werden.
Glatteis in weiten Teilen Bayerns: „Gefahr für Leib und Leben“
Update, 5. Januar, 7.12 Uhr: Bayern leuchtet am Sonntagmorgen in den Farben Rot und Orange auf der Warnkarte des DWD. Fast flächendeckend gilt im Freistaat eine amtliche Warnung vor markanter Glätte - abgesehen vom südwestlichen Zipfel Schwabens. In Teilen Ober- und Niederbayerns gilt von Sonntagmorgen bis -mittag sogar eine amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis. „Es besteht hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz“, schreibt der DWD dazu.
Der Wetterdienst warnt: „Gefahr für Leib und Leben durch plötzlich gefrierenden Regen. Handlungsempfehlungen: Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden bzw. Verhalten im Straßenverkehr anpassen; auf Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen bis hin zu Sperrungen/Schließungen einstellen, notfalls Fahrweise anpassen, möglichst volltanken, Decken und warme Getränke mitführen.“
Amtliche Unwetter-Warnung des DWD vor Glatteis in Bayern
Folgende Landkreise sind von der Unwetterwarnung vor Glatteis betroffen:
- Kreis Aichach-Friedberg
- Kreis Cham
- Kreis Dachau
- Kreis Dingolfing-Landau
- Kreis Deggendorf
- Kreis Ebersberg
- Kreis Eichstätt
- Kreis Erding
- Kreis Freising
- Kreis Freyung-Grafenau
- Kreis Fürstenfeldbruck
- Kreis Ingolstadt
- Kreis und Stadt Landshut
- Kreis Mühldorf a. Inn
- Kreis und Stadt München
- Kreis Neuburg-Schrobenhausen
- Kreis und Stadt Passau
- Kreis Pfaffenhofen a.d. Ilm
- Kreis Regen
- Kreis und Stadt Regensburg
- Kreis und Stadt Rosenheim
- Kreis Rottal-Inn
- Kreis Schwandorf
- Kreis Starnberg
- Kreis Straubing-Bogen und Stadt Straubing
- Kreis Traunstein
Unwetter-Lage in Bayern kommt in der Nacht: Deutliche Warnungen herausgegeben
Erstmeldung, 4. Januar, 16.07 Uhr: München - Bayern steht eine turbulente Wetter-Lage bevor. Nach einer klirrend kalten Nacht von Freitag auf Samstag (4. Januar) wird es schlagartig wieder deutlich wärmer. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt dazu: „Heute (Samstag) bestimmt ein Zwischenhoch das Wetter. Am Sonntag überquert eine Warmfront Bayern von Südwesten her. Dahinter strömt deutlich mildere Luft ein.“ Dieser Luftmassenwechsel bleibt dann nicht ohne Folgen: Für den Freistaat mit Ausnahme vom Nordwesten wird eine unwetterartige Wetterlage angekündigt, die Gefahren mit sich bringt. Erst im Laufe des Sonntags beruhigt sich das Wetter dann, und wird deutlich wärmer.
„In der Nacht zum Sonntag und am Sonntag tagsüber bei von Schnee in Regen übergehenden Niederschlägen vorübergehend, an den nördlichen Mittelgebirgen und in Ostbayern zum Teil bis zum Abend oder bis in die Nacht zum Montag hinein Glatteis,“ so die Experten des DWD in ihrer Erklärung. Die Folge: Eine Unwetter-Lage auf Grund von Glatteis. Bevor die mildere Luft kommt, kann es allerdings noch zu Schnefeällen kommen. In der Nacht zum Sonntag und bis Sonntagmittag von Südwest nach Nordost vorübergehend verbreitet 1-5, vor allem im Norden Bayerns gebietsweise bis 10 cm Neuschnee in wenigen Stunden und entsprechend Glätte, so der DWD.
Gefährliche Wetter-Lage erreicht in der Nacht Bayern: Warnungen herausgegeben
Der Luftmassenwechsel in der Nacht auf Sonntag bringt dann wohl auch stürmische Böen, in exponierten Lagen bis 100 km/h. Bis Sonntag, zehn Uhr, ist also erhöhte Vorsicht geboten. Sowohl Fußgänger als auch insbesondere Autofahrer sollten die Wetterlage daher genau im Blick behalten, der Deutsche Wetterdienst rechnet erst ab etwa zehn Uhr am Sonntag mit einer Beruhigung der Lage. Nicht nötige „Aufenthalte im Freien und Autofahrten“ sollen vermieden werden. Dann ist die milde Luft wohl angekommen und soll etwa München Temperaturen von bis zu sieben Grad plus bringen.
Rubriklistenbild: © Collage: IMAGO / MiS und Screenshot dwd.de






