Versammlung in Benediktbeuern

Dorferneuerung kommt nur langsam voran

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Sie bilden den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft: (v. li.) Peter Oster (Amt für ländliche Entwicklung), Toni Lautenbacher, Fritz Warsönke, Georg Hüttner, Claudia Moosmang, Florian Bacher, Sandra Rauchenberger, Michael Huber jun., Christian Höck und Roswitha Karger (Amt für ländliche Entwicklung).

Die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung in Benediktbeuern hat eine neue Vorstandschaft. Bei der jüngsten Versammlung wurde über Straßenveränderungen diskutiert.

Benediktbeuern Vier Benediktbeurer wurden neu gewählt, um mit vier bisherigen Vorstandsmitgliedern die Dorferneuerung weiter voranzutreiben. Bei der Versammlung der Teilnehmergemeinschaft (TG) mit Neuwahlen im Gasthof Herzogstand waren rund 30 Bürger gekommen, davon 24 stimmberechtigte „Grundeigentümer oder Erbbauberechtigte“. Zwei Spezialisten für die Umsetzungen stellten sich ebenfalls vor.

Der Stimmzettel, den jeder Stimmberechtigte erhielt, „ist nur vorläufig“, sagte Peter Oster vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE), einer Mittelbehörde des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Vier Vorsitzende und vier Stellvertreter mussten schriftlich gewählt werden. Mit 20 Stimmen wurde Christian Höck in den Vorstand gewählt, jeweils 16 Stimmen erhielten Michael Huber jun., Georg Hüttner, Claudia Moosmang und Toni Lautenbacher. Letzterer nahm freiwillig das Amt als Stellvertreter an. Er war zuvor von der Versammlung für den Vorstand vorgeschlagen worden. Weitere Stellvertreter sind Sandra Rauchenberger, Florian Bacher und Fritz Warsönke. Auch Bacher war neu auf den Stimmzettel gekommen.

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Vorsitzender ist automatisch ein Beamter der ALE. Bisher war dies Roswitha Karger. Sie gab am 1. Mai ihr Amt auf, sodass Oster ihr folgt. „Das Personal wird weniger im Amt“, sagte Oster. Weshalb diese Neuwahl vor der Wahl des Bürgermeisters stattfand, beantwortete Oster mit dem Hinweis, dass die Teilnehmergemeinschaft eine eigene Behörde auf Zeit sei. Außerdem sei eine Neuwahl bereits 2017 fällig gewesen. Aber aufgrund des Wechsels des amtlichen Vorsitzenden Schartl habe man Karger im neuen Amt Zeit zur Einarbeitung lassen wollen.

Ausführlich erklärte Oster die Aufgaben und das bisher erreichte der Benediktbeurer Dorferneuerung. Die Vereinsgründung „Zammleb’n“ erhielt 1500 Euro. In die Sanierung des Don-Bosco-Club flossen 80 000 Euro. Doch Bacher meinte, dass man seit Beginn des Prozesses 2011 „nicht wirklich weit“ sei. Oster antwortete, dass sich Prioritäten verändern könnten, das sei auch so gedacht.

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Für zwei vorrangige Straßenveränderungen stellte Ingenieur Wolfgang Heubeck für die Asamstraße seine Ideen kurz vor; für die Dorfstraße tat dies Bertram Mooser vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Kaufbeuren. Ersteren hatte die Gemeinde ausgewählt, weil er seit Jahrzehnten mit dem Ort vertraut ist. Die TG hatte sich für Mooser entschieden, dessen 30-köpfiges Büro seit 30 Jahren mit Ortsgestaltungen beauftragt ist. Deren Ideen für verbessertes Wohngebiet, Straßenmaterial und mehr Bachverlauf an der Oberfläche kritisierte ein Landwirt mit den Worten: „Wenn ihr die Straßen immer noch enger macht, kommen wir mit unseren Fahrzeugen überhaupt nicht mehr durch.“ Oster beruhigte: Verbesserung der örtlichen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft sei ein eigens formulierter Punkt der Dorferneuerung.

Die Frage nach dem zeitlichen Rahmen beantwortete Mooser vorsichtig: „Vielleicht können übernächstes Jahr erste Arbeiten beginnen, zuvor auf keinen Fall.“ Es liege auch an der Entschlossenheit der TG, wie rasch es zu Umsetzungen von Beschlüssen komme. (Birgit Botzenhart)

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