„Präsensgottesdienst“ in Echings Magdalenenkirche

Rundfunk-Team lässt sich besondere Momente nicht entgehen

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Und was sagt der Pfarrer dazu? Markus Krusche im Interview mit dem Team des Bayerischen Rundfunks.
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Nur 30 Besucher, dafür aber eine Abordnung des Bayerischen Rundfunks: Der erste Gottesdienst nach dem Lockdown in der Echinger Magdalenenkirche war etwas Besonderes.

Eching – „Ich freue mich sehr darüber, dass wir wieder in unserer Magdalenenkirche Gottesdienst feiern können!“ So begrüßte Echings evangelischer Pfarrer Markus Krusche die rund 30 Kirchenbesucher, die einzeln oder zu zweit – und mit großem Abstand zueinander – in einem Halbkreis um den Altar Platz genommen hatten zum ersten „Präsensgottesdienst“, der nach dem Lock-Down wieder mit Publikum stattfinden durfte. Und zur großen Überraschung der Besucher zählte zu den Gästen an diesem Sonn- und Muttertag auch ein Team des bayerischen Rundfunks mit Veronika Wawatscheck, das diesen besonderen Moment einfangen wollte.

In der Tat war einiges ungewohnt beziehungsweise gewöhnungsbedürftig. Dazu zählte eine für rund 30 limitierte Gäste festgelegte Sitzordnung, bei der sich im weiten Kirchenrund die distanzierten Einzelplätze sowie für Ehepaare oder zwei befreundete Personen zwei nebeneinandergestellte Stühle mit vorschriftsmäßigen Zwischenräumen fast verloren. Bei diesem Anblick und seinen mit Mund- und Nasenschutz ausgestatteten Gemeindegliedern musste dann auch Krusche konstatieren: „Hier sah es noch nie so aus wie jetzt!“

Singen mit Maske - oder einfach nur die Melodie summen

Bei allen spürbaren Einschränkungen überwog aber durchgängig die Erleichterung über die Lockerungen und die nun wieder möglichen persönlichen Kontakte. Die regelmäßigen Kirchgänger hatten auch ihre Gottesdienste sehr vermisst. Krusche und die anwesenden Gemeindeglieder traten zudem, deutlich hörbar, den Beweis an, dass es sich, zumal am Sonntag „Kantate“, sehr wohl mit Maske singen oder auch nur die Melodie summen lässt. Und in Begleitung von Kristina Kuttler an der Orgel konnten sich die Kirchenlieder durchaus hören lassen. Und auch dass man – mit Abstand – miteinander ratschen kann, ist eine Erfahrung, die noch für längere Zeit zur Gewohnheit werden muss.

All diese Impressionen rund um den Gottesdienst, ebenso wie Interviews mit dem evangelischen Pfarrer, einigen Kirchenvorständen sowie Gemeindemitgliedern sind in Bild und Ton für Fernsehen und Rundfunk festgehalten. Der erste Beitrag wurde bereits am Sonntag um 16 Uhr in der Rundschau ausgestrahlt. Zwei Radiobeiträge gab es gestern auf Bayern II, einen Kurzbeitrag am Vormittag sowie eine längere Reportage am Abend. Wer’s verpasst hat, kann letztere auch als Podcast bei BR-Theo.Logik nachhören. Titel: „Nach dem Corona-Shutdown.“ Der Gottesdienst wurde übrigens in voller Länge aufgezeichnet und kann unter www.magdalenenkirche-eching.de abgerufen werden.

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