Obergrenze der Ein- und Ausstiege überschritten

Förderprogramm für S-Bahnhof-Umbau: Eching geht abermals leer aus

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Nicht im Förderprogramm für einen barrierefreien Umbau: der Echinger S-Bahnhof, bei dem Rollifahrer keine Chance haben, von einer Bahnsteigseite auf die andere zu kommen.
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Zuletzt scheiterte man wegen der zu geringen Fahrgastfrequenz, jetzt ist das Gegenteil der Fall: Echings S-Bahnhaltestelle taucht im Sonderprogramm des Bundes für die barrierefreie Umgestaltung erneut nicht auf.

Eching – Ratlosigkeit und großes Kopfschütteln rief jüngst im Echinger Planungsausschuss eine Kehrtwende des Bundes bei den Förderrichtlinien für die Erneuerung und barrierefreie Umgestaltung von S-Bahnhöfen hervor: Wie Bürgermeister Sebastian Thaler mitteilte, wird die Gemeinde Eching – einmal mehr – auch bei der Neuauflage des staatlichen Sonderprogramms außen vor bleiben. Berücksichtigt werden sollen in nächster Vergaberunde explizit kleinere Bahnhöfe, für die 4000 Ein- und Ausstiege pro Tag als Obergrenze festgelegt wurden.

5000 Fahrgäste, die ein- oder aussteigen, sind einfach zu viel

Nachdem die Echinger S-Bahnhaltestelle durchschnittlich von 5000 Fahrgästen täglich genutzt wird, erfüllt sie die Fördervoraussetzungen damit nicht. Dies ist umso befremdlicher, wenn man berücksichtigt, dass die Gemeinde, etwa im Gegensatz zu Unterschleißheim, beim vorangegangenen Förderprogramm durchs Raster gefallen ist, weil Bahnhöfe mit höherer Fahrgastfrequenz Vorrang hatten.

Unabhängig von etwaigen Fördergeldern wird die Gemeinde, die mit der Bahn AG in Gesprächen steht, Planungskonzepte erarbeiten. Damit will man gerüstet sein, um gegebenenfalls auch eigene Schritte zum behindertengerechten Zugang zur Unterführung und den Bahngleisen unternehmen zu können.

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