Am Klosteranger

Edeka eröffnet in Weyarn: Am Ziel angelangt

+
Willkommensgeschenk: Bürgermeister Leonhard Wöhr (2.v.l) überreicht Marktleiter Stefan Odenbach (2.v.r.) das Schild des Dorfladens. Zweiter Bürgermeister Franz Demmelmeier (l.) und Rathaus-Geschäftsführer Johann Walser (r.) helfen beim Tragen.
  • schließen

Nach langem Anlauf öffnet in Weyarn ein Supermarket. Ab morgen empfängt der Edeka von Stefan Odenbach seine Kunden. Der Dorfladen wird indes Teil des Marktes. In doppelter Hinsicht.

Weyarn – Das Warten hat ein Ende: Am morgigen Donnerstag öffnet der Edeka-Markt am Kreisel in Weyarn für Kunden seine Pforten. Bei einer kleinen Eröffnungsfeier vorab konnten sich die gut 100 geladenen Gäste bei einem Rundgang einen ersten Eindruck verschaffen vom neuen Supermarkt in der Klostergemeinde.

Im hellen Eingangsbereich begrüßt ein Bäcker mit angeschlossenem Café die Kunden. Ein paar Meter weiter erstrecken sich die Regalreihen ins Weit des Marktes. Die waren bei der Eröffnung bereits voll bestückt, in der Wursttheke lagen ganze Schinken bereit, die darauf warten, aufgeschnitten zu werden. Seit Wochen räumt das Team von Marktleiter Stefan Odenbach den 2000 Quadratmeter großen Supermarkt ein. „Wir freuen uns, endlich loslegen zu können“, sagte Odenbach bei der Eröffnungsfeier.

Dass einiges an Anlauf nötig war, um an dieses Ziel zu kommen, verdeutlichte Bürgermeister Leonhard Wöhr nochmals. Schon vor Jahren habe der Gemeinderat versucht, einen Supermarkt in den Ort zu locken. Doch die Planungen an der Grafwiese zerschlugen sich. Umso glücklicher sei er nun, sagte Wöhr, dass der Supermarkt „am allerbesten Standort, den die Gemeinde zu bieten hat“, realisiert werden konnte. Nicht nur die Weyarner müssten nicht mehr nach Miesbach oder Holzkirchen pendeln, um bei einem Vollsortimenter einzukaufen. Auch die Bürger der Nachbargemeinden könnten nun nach Weyarn fahren.

In dem neuen Markt findet derweil ein Stück Weyarner Ortsgeschichte seinen Platz. Als Eröffnungsgeschenk überreichte Wöhr Marktleiter Odenbach das abmontierte Schild des Dorfladens. Dieser hatte bekanntlich über Jahrzehnte die Grundversorgung im Ort sichergestellt. Mit dem Zuzug von Edeka schloss der Dorfladen Ende Mai. Sein Schild wird nun Teil des Markts, wo es aufgehängt wird ist aber noch unklar.

An der Kasse wartet auf die Kunden indes ein bekanntes Gesicht. Pia Koschmieder hat 14 Jahre lang im Dorfladen verkauft. Jetzt arbeitet sie im Edeka. Das Sortiment und der Laden selbst sind deutlich größer. Eine Umstellung? „Da finde ich mich rein“, sagt Koschmieder. Über das Schild, das mit in den Edeka zieht, hat sie sich besonders gefreut.

fp

Kommentare