Hauptserver wird erneuert

EDV legt Kochler Rathaus lahm: Verwaltung Anfang Oktober eine Woche zu

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Vor einem der Serverschränke, an denen in der kommenden Woche intensiv gearbeitet wird: Rathaus-Geschäftsleiterin Nicole Lutterer und Bürgermeister Thomas Holz.
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Es gleicht wohl einer Operation am „offenen Herzen“, was in den kommenden Tagen im Kochler Rathaus stattfindet: Der Hauptserver der Verwaltungsgemeinschaft Kochel am See, an dem auch die Einrichtungen der Mitgliedsgemeinden Kochel und Schlehdorf hängen, wird komplett erneuert.

Kochel am See – Die zahlreichen notwendigen EDV-Programme werden zwar schon im Vorfeld auf den neuen Rechner installiert. „Das Aufwendige an diesem Umbau ist aber, dass sämtliche Datensätze übertragen werden müssen“, sagt Gemeinschaftsvorsitzender Thomas Holz. Aus Gründen der Datensicherheit habe man sich zudem entschlossen, die einzelnen gemeindlichen Außenstellen wie beispielsweise die Kindergärten oder die Tourist-Informationen auch an diesen Hauptrechner anzubinden sowie die teils veralteten Arbeitsplatzrechner zu ersetzen.

Wegen dieser aufwendigen Arbeiten, die insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 200 000 Euro umfassen, ist es allerdings notwendig, die gesamte EDV der Verwaltungsgemeinschaft und teils auch der beiden Gemeinden abzuschalten, heißt es in einer Rathaus-Mitteilung. „Es ist dann kein Zugriff mehr auf die für die Verwaltungsarbeit dringend erforderlichen Datensätze und Programme möglich“, sagt EDV-Administrator Matthias Heufelder.

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Aus diesem Grund muss das Kochler Rathaus für eine Woche von Dienstag, 1. Oktober, bis einschließlich Dienstag, 8. Oktober, komplett geschlossen werden. In diesem Zeitraum können laut Mitteilung der Verwaltung keinerlei Anliegen bearbeitet werden und weder bei der Verwaltungsgemeinschaft noch bei den beiden Gemeinden und deren Außenstellen E-Mails empfangen oder versandt werden. An den Arbeitstagen ist zudem lediglich ein „Not-Telefon“ unter Nummer 0 88 51/92 12-0 zwischen 9 und 12 Uhr eingerichtet.

Da der Mittwoch noch zum Testen genutzt wird, ist ab Donnerstag, 10. Oktober, wieder regulärer Betrieb im Rathaus geplant. Doch schon jetzt wird um Verständnis gebeten, wenn sich auch danach aufgrund der EDV-Umstellung etwaige Verzögerungen ergeben.

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Dass es offenbar höchste Zeit für die EDV-Erneuerung ist, hatte sich vor einer Woche abgezeichnet. Kurz vor Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung hatte sich das zentrale Laufwerk des Servers „verabschiedet“, so Bürgermeister Thomas Holz. Er konnte deshalb die rund 200 von ihm vorbereiteten Power-Point-Seiten zur Erläuterung der einzelnen Tagesordnungspunkte nicht zeigen. Die Sitzung begann wegen der technischen Panne erst mit einigen Minuten Verspätung.  

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