VonCarl-Christian Eickschließen
Seit Monaten liegt der Bauantrag für ein neues Wohn- und Geschäftshaus in der Wolfratshauser Altstadt zur Prüfung im Landratsamt. Die Sprecherin der Kreisbehörde erklärt, warum noch keine Entscheidung gefallen ist.
Wolfratshausen – Die Baugenehmigung für das in der Wolfratshauser Altstadt geplante neue Wohn- und Geschäftshaus lässt weiter auf sich warten. Wie berichtet möchte die Untermarkt 7-11 GmbH das ehemalige Isar-Kaufhaus abreißen und durch einen neuen Gebäudekomplex ersetzen. Die Stadt Wolfratshausen hatte den Bauantrag befürwortet, auch einen positiven Vorbescheid des Landratsamtes hält der Investor bereits in seinen Händen. Doch die Kreisbehörde hat noch nicht endgültig über den Bauantrag entschieden. Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte Landratsamtssprecherin Sabine Schmid zum aktuellen Sachstand mit: „Es müssen nach wie vor noch fehlende Unterlagen vom Bauherrn nachgereicht werden.“ Erst wenn die Unterlagen vollständig vorliegen, könne die Kreisbehörde im nächsten Schritt die sogenannten Träger öffentlicher Belange – zum Beispiel Naturschutzorganisationen – um ihre jeweiligen Stellungnahmen zum Bauantrag bitten.
Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Geschäftsführer der Untermarkt 7-11, Rainer Scherbaum, damit gerechnet, dass die Baugenehmigung heuer im März vorliegt. Im Februar sagte Scherbaum: „Wir hoffen, dass der Bauantrag im April oder Mai genehmigt ist.“ Landrat Josef Niedermaier hatte in den vergangenen Wochen jedoch mehrfach auf die Komplexität des Verfahrens hingewiesen. Allerdings betonte er, dass der Antrag der Grünwalder Projektgesellschaft hohe Priorität genieße: „Wir wissen sehr wohl, was das Vorhaben für die Stadt Wolfratshausen bedeutet.“ cce
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