VonSascha Karowskischließen
Das Projekt Badesee in Freiham ist in trockenen Tüchern. Der Kommunalausschuss soll kommende Woche zustimmen.
München - Im Münchner Westen entsteht mit Freiham ein Stadtviertel für 25 000 Menschen. Und die brauchen einen Platz, um sich zu erholen. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden hatte 2019 einen Badesee für den neuen Stadtteil gefordert, auch SPD und CSU stellten entsprechende Anträge. Das Projekt ist jetzt in trockenen Tüchern! Der Münchner Kommunalausschuss befasst sich in der kommenden Woche mit einer entsprechenden Vorlage. Das Papier liegt unserer Redaktion aber bereits vor. Demnach kommt eine Studie zu dem Schluss, dass ein Badesee durchaus umsetzbar ist.
Freiham bekommt einen eigenen Badesee - die Fläche liegt an der A99, an der Grenze zu Germering
Es waren drei Varianten auf dem Gebiet westlich der Autobahn A99 zwischen Germering und Freiham untersucht worden. Die Gesamtgröße der Fläche beläuft sich auf rund 20,5 Hektar, die überwiegend im Eigentum der Stadt sind. Die Studie hatte verschiedene Fragestellungen zu klären, denn unter anderem sind einige Bereiche mit dem Zertifikat Bodendenkmal versehen, auf einem Teil der Fläche befindet sich derzeit noch ein Betonwerk. Zudem ist geregelt, dass Kies für den Bau des neuen Stadtviertels Freiham eben auf dem für den Badesee untersuchten Gelände abgebaut werden soll. Der Kiesabbau soll nun aber so erfolgen, dass er die Modellierung des Geländes hin zu einem künftigen Badegewässer ermöglicht.
Variante eins sieht eine Seefläche inklusive Kiesstrand und Liegewiese vor, die insgesamt neun Hektar einnehmen würden. Damit würde auch am meisten Kies abgebaut, allerdings könnte das insgesamt auch bis zu achteinhalb Jahre dauern.
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Neuer Badesee in Freiham: Insgesamt 14,3 Hektar sind für das Gewässer und die Liegewiese eingeplant
In Variante zwei würde der See kleiner, gemeinsam mit der Liegewiese würden 6,3 Hektar zur Naherholung zur Verfügung stehen. Die Zeit für die Auskiesung wird mit fünf Jahren angegeben. Die Verwaltung schlägt dem Stadtrat aber eine dritte Variante vor, demnach würden See und Liegewiese insgesamt 14,3 Hektar umfassen. Dazu müsste aber das Betonwerk an einen anderen Standort umziehen. Mit der Variante stünde aber am meisten Fläche für die Erholungssuchenden zur Verfügung, zudem wäre sie in 4,5 Jahren umsetzbar.
„Wir haben in den letzten zehn Jahren in München zusätzlichen Wohnraum in der Größenordnung von Regensburg geschaffen“, sagt Habenschaden unserer Redaktion. Es sei daher dringend nötig, die Freizeit- und Erholungsflächen entsprechend zu erweitern, damit die hohe Lebensqualität in München erhalten bleibe. „Ich freue mich daher über die positive Studie. Ein Badesee würde den Freizeitwert Freihams und des Münchner Westens enorm aufwerten. Die Chance sollten wir nutzen, wer weiß, ob wir sie jemals wieder bekommen.“
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