Umschwung zeichnet sich ab

Sturm und Regen in Bayern: Experten warnen vor heftigem Wetter-Einbruch

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Zuletzt durften sich die Menschen über einen malerischen, goldenen Herbst freuen. Damit scheint es nun aber erstmal vorbei zu sein.

München – Am Wochenende verzauberte er viele Menschen in Bayern: der goldene Herbst. Bunte Blätter, blauer Himmel, Sonne und ein leichter Wind, der das farbige Laub durch die Luft gleiten ließ. Viele trieb es nach draußen, zu Herbstspaziergängen und kleinen Wanderungen. Da störte es auch nicht, dass es mitunter durchaus recht kühl war. Zum Start in die neue Woche schlägt das Wetter aber um – und es wird ungemütlich.

In den kommenden Tagen müssen sich die Menschen in Bayern auf ungemütlicheres Wetter einstellen. Es wird vor allem mehr Regen geben. (Symbolbild)

Nach goldenem Herbst am Wochenende: Viel Regen und kühlere Temperaturen in Bayern

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bekommt Bayern nun die Auswirkungen eines Tiefs über den Britischen Inseln zu spüren. „Seine Front nähert sich Montag von Westen und bleibt Dienstag quer über Bayern liegen“, heißt es zur Lage zum Wochenstart. Zunächst gibt es am Montag, 20. Oktober, aber noch recht viel Sonne. Gen Mittag schlägt das Wetter aber um: „In Unterfranken ab Mittag verbreitet Regen. Am Nachmittag und Abend auch in Ober- und Mittelfranken sowie in Schwaben ein paar Tropfen.“ Die Temperaturen liegen derweil, bei teils starkem Föhn, zwischen zehn und 18 Grad.

Auch am Dienstag, 21. Oktober, bleibt es bewölkt, vielerorts regnet es. „Am Dienstag bei oftmals dichter Bewölkung weiter unbeständig mit Regen“, schreiben die DWD-Experten. Trockene Abschnitte gebe es höchstens im Südosten. Die Höchstwerte liegen zwischen 13 und 18 Grad.

Die größten Bauprojekte in Bayern: Hier werkelt der Freistaat an der Zukunft

Der Münchner Hauptbahnhof wird für einen dreistelligen Millionenbetrag modernisiert. Bis 2035 entsteht ein neues Empfangsgebäude mit Anschluss zur Zweiten Stammstrecke.
Der Münchner Hauptbahnhof wird für einen dreistelligen Millionenbetrag modernisiert. Bis 2035 entsteht ein neues Empfangsgebäude mit Anschluss zur Zweiten Stammstrecke. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Übergangsweise entsteht ein Interimsbahnhof am Münchner Hauptbahnhof. Dieser soll 2026 in Betrieb gehen. Der viergeschossige Kastenbau bietet Platz für alle Dienstleister und Kundenangebote.
Übergangsweise entsteht ein Interimsbahnhof am Münchner Hauptbahnhof. Dieser soll 2026 in Betrieb gehen. Der viergeschossige Kastenbau bietet Platz für alle Dienstleister und Kundenangebote. © IMAGO / Arnulf Hettrich
Das 120 Jahre alte Nürnberger Opernhaus wird umfassend saniert und erweitert. Die Nürnberger Kongresshalle (Foto) wird aktuell für 296 Millionen Euro zur Interims-Spielstätte umgebaut. Das Staatstheater zieht während der Opernhaus-Sanierung hierher.
Das 120 Jahre alte Nürnberger Opernhaus wird umfassend saniert und erweitert. Die Nürnberger Kongresshalle (Foto) wird aktuell für 296 Millionen Euro zur Interims-Spielstätte umgebaut. Das Staatstheater zieht während der Opernhaus-Sanierung hierher. © IMAGO / Harry Koerber
Spektakulärer Umbau der Kongresshalle Nürnberg: Für 296 Millionen Euro entsteht eine Interims-Spielstätte mit 800 Plätzen für Oper, Ballett und Konzerte.
Spektakulärer Umbau der Kongresshalle Nürnberg: Für 296 Millionen Euro entsteht eine Interims-Spielstätte mit 800 Plätzen für Oper, Ballett und Konzerte. © IMAGO / Harry Koerber
Auch das Staatstheater Augsburg gehört zu Bayerns maroden Kulturbauten. Dessen Sanierung des großen Hauses (links) und Neubau des gesamten Nordtraktes sind Teil eines 1,2-Milliarden-Euro-Programms zur Modernisierung staatlicher Spielstätten.
Auch das Staatstheater Augsburg gehört zu Bayerns maroden Kulturbauten. Dessen Sanierung des großen Hauses (links) und Neubau des gesamten Nordtraktes sind Teil eines 1,2-Milliarden-Euro-Programms zur Modernisierung staatlicher Spielstätten.  © IMAGO
Moderne Hafenbrücken entstehen in Nürnberg für 347,5 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern unterstützt das Megaprojekt mit 191 Millionen Euro Fördermitteln.
Moderne Hafenbrücken entstehen in Nürnberg für 347,5 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern unterstützt das Megaprojekt mit 191 Millionen Euro Fördermitteln. © IMAGO / Smith
Nürnbergs größtes Brückenprojekt kostet 347,5 Millionen Euro und soll 2027 fertig werden. Die drei Hafenbrücken aus den 1970er Jahren werden komplett neu gebaut.
Nürnbergs größtes Brückenprojekt kostet 347,5 Millionen Euro und soll 2027 fertig werden. Die drei Hafenbrücken aus den 1970er Jahren werden komplett neu gebaut. © IMAGO / Smith
Nürnbergs neue Hafenbrücken werden die Verkehrssituation erheblich verbessern. Das Millionen-Projekt läuft trotz komplexer Verkehrsführung planmäßig.
Nürnbergs neue Hafenbrücken werden die Verkehrssituation erheblich verbessern. Das Millionen-Projekt läuft trotz komplexer Verkehrsführung planmäßig. © IMAGO / Smith
Auf 76 Kilometern wird die A3 zwischen Biebelried und Erlangen ausgebaut. Das Milliardenprojekt schafft eine leistungsfähige Verkehrsverbindung zwischen Würzburg und Nürnberg.
Auf 76 Kilometern wird die A3 zwischen Biebelried und Erlangen ausgebaut. Das Milliardenprojekt schafft dadurch auch eine leistungsfähige Verkehrsverbindung zwischen Würzburg und Nürnberg. © IMAGO / Harry Koerber
Der sechsstreifige Ausbau der A3 zwischen Biebelried und Erlangen kostet 2,8 Milliarden Euro. Das größte ÖPP-Infrastrukturprojekt Deutschlands soll Ende 2025 fertiggestellt werden.
Der sechsstreifige Ausbau der A3 zwischen Biebelried und Erlangen kostet 2,8 Milliarden Euro. Das größte ÖPP-Infrastrukturprojekt Deutschlands soll Ende 2025 fertiggestellt werden. © IMAGO / Harry Koerber
Gigantische Brücken entstehen beim A3-Ausbau zwischen Biebelried und Erlangen. Nach fünf Jahren Bauzeit soll das Megaprojekt Ende 2025 abgeschlossen sein.
Gigantische Brücken entstehen beim A3-Ausbau zwischen Biebelried und Erlangen. Nach fünf Jahren Bauzeit soll das Megaprojekt Ende 2025 abgeschlossen sein. © IMAGO / Harry Koerber
Autofahrer müssen sich noch bis Ende 2025 gedulden: Der A3-Ausbau zwischen Biebelried und Erlangen läuft auf Hochtouren und wird den Verkehrsfluss erheblich verbessern.
Der A3-Ausbau zwischen Biebelried und Erlangen läuft auf Hochtouren und wird den Verkehrsfluss erheblich verbessern. © IMAGO / Harry Koerber
Moderne Brückenkonstruktionen prägen den A3-Ausbau zwischen Biebelried und Erlangen.
Moderne Brückenkonstruktionen prägen den A3-Ausbau zwischen Biebelried und Erlangen. © IMAGO / Harry Koerber
Das teuerste Bauprojekt Bayerns kostet mittlerweile über zehn Milliarden Euro und soll frühestens 2035 fertig werden. Die Zweite Stammstrecke München wird das S-Bahn-System revolutionieren.
Der Bau der Zweiten Stammstrecke in München ist das teuerste Bauprojekt Bayerns und kostet mittlerweile über zehn Milliarden Euro. Es soll nach aktuellem Stand frühestens 2035 fertig werden.  © IMAGO
Am Marienhof entstehen die unterirdischen Stationen der Zweiten Stammstrecke. Das Milliardenprojekt soll die Kapazität des Münchner S-Bahn-Systems erheblich steigern und Staus reduzieren.
Am Marienhof entstehen die unterirdischen Stationen der Zweiten Stammstrecke. Das Milliardenprojekt soll die Kapazität des Münchner S-Bahn-Systems erheblich steigern und Staus reduzieren. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Tief unter München entstehen die Tunnel für die Zweite Stammstrecke. Das Megaprojekt kämpft mit Verzögerungen und explodierenden Kosten von ursprünglich 3,85 auf über zehn Milliarden Euro.
Tief unter München entstehen die Tunnel für die Zweite Stammstrecke. Das Megaprojekt kämpft mit Verzögerungen und explodierenden Kosten von ursprünglich 3,85 auf über zehn Milliarden Euro. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Hochmoderne Labortechnik wird im LEAP-Forschungsgebäude von Roche installiert. Das 250-Millionen-Euro-Projekt stärkt Penzberg als Biotechnologie-Standort erheblich.
Eines der modernsten Forschungsgebäude Europas entsteht in Penzberg. Der Pharmakonzern Roche investiert 250 Millionen Euro in das LEAP-Gebäude für die Diagnostik-Forschung. © picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Eines der modernsten Forschungsgebäude Europas entsteht in Penzberg. Der Pharmakonzern Roche investiert 250 Millionen Euro in das LEAP-Gebäude für die Diagnostik-Forschung. Auch Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nahm Ende 2024 an der Grundsteinlegung teil.
Doch damit nicht genug: 2024 legte Roche dann den Grundstein für das neue Diagnostik-Produktionszentrum in Penzberg – Kostenpunkt: rund 600 Millionen Euro. Bei der Grundsteinlegung war auch Ministerpräsident Markus Söder vor Ort. © picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Der „Overfly“ am Autobahnkreuz Nürnberg-Ost.
Der spektakuläre „Overfly“ am Autobahnkreuz Nürnberg-Ost kostet 65 Millionen Euro und ist 588 Meter lang. Die einzigartige Brückenkonstruktion soll Ende 2025 fertig werden. © Hajo Dietz - Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz
Der „Overfly“ am Autobahnkreuz Nürnberg-Ost befindet sich seit 2019 im Bau. Bald soll er fertig sein.
Massive Stahlträger prägen den Overfly am Autobahnkreuz Nürnberg-Ost. Das 160-Millionen-Euro-Gesamtprojekt kämpfte mit Corona-bedingten Verzögerungen und Materialknappheit. © Jan R. Schäfer J1-Fotografie

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Regen und Kälte am kommenden Wochenende: keine Aussicht auf Besserung

Auch am Mittwoch, 22. Oktober, bleibt es stark bewölkt und regnerisch in Bayern. Die Temperaturen pendeln erneut bei 13 bis 17 Grad. Kaum Aussicht auf Besserung gibt es auch am Donnerstag, 23. Oktober. Bedeckter Himmel, Regen, 13 bis 18 Grad. Hinzu kommt aber auch ein laut DWD „mäßiger, in Böen starker bis stürmischer Südwestwind“. Das wird vor allem in den Bergen gefährlich: „Auf Mittelgebirgsgipfeln Sturmböen, auf exponierten Alpengipfeln teils orkanartige Böen.“

Auch am kommenden Wochenende wird sich die Wetterlage nicht groß verbessern. Das geht aus der Zehn-Tage-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes hervor. Sie zeigt auch für Freitag, 24. Oktober, Samstag, 25. Oktober und Sonntag, 26. Oktober, Niederschlagssignale an. Zudem fallen dann auch die Temperaturen, sie werden wohl eher um die Zehn-Grad-Marke pendeln. (Quelle: Deutscher Wetterdienst), (fhz)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Olaf Schuelke

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