Seit 1961 führte er das Haushaltswarengeschäft am Obermarkt: Nun ist Rudolf Michlbauer im Alter von 87 Jahren verstorben.
Wolfratshausen – Rudolf Michlbauer, Inhaber des gleichnamigen Geschäfts für Haushaltswaren und Einrahmungen am Obermarkt, wurde in dieser Woche unter großer Anteilnahme von Familie, Freunden und Kunden, beerdigt. Der Glasermeister starb nach einem erfüllten Leben im Alter von 87 Jahren. „Er ist friedlich zu Hause eingeschlafen“, sagt seine Witwe, Ingeborg Michlbauer (81). Mit ihr trauern die Töchter Susanne mit Ehemann und Monika sowie die drei Enkel.
Nachruf: Rudolf Michlbauer starb nach einem erfüllten Leben
Rudolf Michlbauer wurde 1932 in Altötting geboren. Nach einer Ausbildung zum Glaser lernte er in München Vitrinenbau. Viele Jahre reiste er als Vertreter für Glas durch Südbayern. Dabei lernte er seine Frau, eine gelernte Einzelhandelskauffrau, kennen. 1961 heirateten die beiden. Im selben Jahr übernahmen sie den bereits 1912 gegründeten Haushaltswarenladen mit Glaserei am Schwankl-Eck. Die Glaserei wurde später umgewandelt in ein Geschäft für Bildereinrahmungen. „Das war das große Hobby meines Mannes. Er hat alle begeistert mit seiner Leidenschaft für dieses Handwerk“, erzählt die Witwe. Sie selbst war lange Zeit Vorsitzende des Werbekreises Wolfratshausen.
Nach dem Tod von Rudolf Michlbauer: Geschäft bleibt bestehen
Der „Michlbauer“ mit seinem bekannt guten Service und der kompetenten Beratung überlebte alle Mitbewerber, die nach und nach aufgaben. Das Geschäft solle in jedem Fall weiterbestehen. Unter wessen Führung sei noch nicht klar, sagt Ingeborg Michlbauer.
Fehlen wird ihr Mann auch den Freunden von der Gesellschaft Schlaraffia im Isarwinkl. So sehr fühlte sich der Verstorbene der hochgeistigen Vereinigung verbunden, dass deren Symboltier, der Uhu, seine Sterbeanzeige schmückt. Michlbauer liebte die schönen Dinge des Lebens: die Musik – er war 40 Jahre Mitglied der Stadtkapelle, ohne selbst ein Instrument zu spielen – das Tanzen, Segeln und Reisen. Besonders zu Frankreich hatten die Michlbauers eine Affinität. Beide waren aktive Mitglieder im Barbezieux-Partnerschaftsverein.
Rudolf Michlbauer liebte die schönen Dinge des Lebens
Vor seiner letzten großen Reise war dem 87-Jährigen nicht bange. „Es ist manchmal eine Erlösung, gehen zu dürfen, einfach einzuschlafen, wenn man müde ist“, sagte Diakon Christian Horak bei der Trauerfeier.
tal