VonDieter Priglmeirschließen
Erdings BBV-Kreisobmann Jakob Maier findet deutliche Worte nach den Attacken auf Günter Felßner und dessen Verzicht auf einen möglichen Ministerposten.
Erding - „Schockiert, enttäuscht und verärgert“ habe er reagiert, als er von Günter Felßners Verzicht gehört habe. So äußerte sich Jakob Maier, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands (BBV). BBV-Präsident Felßner will das in Aussicht gestellte Amt des Bundeslandwirtschaftsministers nicht antreten. Nach einer Attacke vermummter Aktivisten mit Bengalos auf seinem Hof fürchtet er um das Wohl seiner Familie.
Schockiert sei er, so Maier, „weil wieder einmal deutlich wird, dass Lüge und Hass scheinbar Wirkung zeigen“. Man sei als Bauernfamilie ohnmächtig dem Hass von NGOs und gewissen Parteien ausgesetzt. „All die milden Urteile gegen sogenannte Aktivisten von Animal Rebellion, PETA und Co machen solche Aktionen möglich.“ Die Aussage des Bundestagsabgeordneten Karl Bär, man würde Öl ins Feuer gießen, wenn man die Aktion gegen Felßner verurteile, sei beschämend.
Enttäuscht ist Maier, „weil es anscheinend nicht mehr möglich ist, einen Fachmann in ein Ministeramt zu bekommen. Wie gut hätte es der Landwirtschaft getan, endlich einen Bauern im Amt zu haben. Jemanden, der unsere Sprache spricht, der weiß, wovon er redet und was seine Entscheidungen für die Bauernfamilien bedeuten. Dies ist ein schwarzer Tag für die Demokratie“.
Maier ärgere aber auch die Berichterstattung, „weil Felßner als Klimaleugner, Tierausbeuter, Wissenschaftsleugner und Lobbyist der Agrarindustrie bezeichnet wird“. Nichts davon sei wahr. „Viele Online-Petitionen mit diesen Lügen sind gelaufen, die den Weg bereiten für Extremisten, die nach wie vor von der Justiz unverständlicherweise geschont werden.“
Ihn ärgere aber auch die Botschaft an die Bauern, „und gerade auch für unsere jungen Hofnachfolger“, die laute: „Wenn du dich politisch engagieren willst und an die Öffentlichkeit gehst, werden wir dich mit Terror überziehen.“ Maier richtet sich direkt an Animal Rebellion: „Wir zeigen unsere Höfe und Arbeit gerne, wenn man höflich fragt. Aber solche Überfälle sind eine Kriegserklärung an alle Bauernfamilien, und die bayerischen Strafverfolgungsbehörden müssen diese Verbrecher verurteilen..“
