VonSebastian Grauvoglschließen
Jonas Napiletzkischließen
Der Waldbrand bei der Heißenplatte ist gelöscht. Mehr als 500 Einsatzkräfte waren übers Wochenende an den Arbeiten beteiligt. 100 000 Quadratmeter Fläche wurden durch das Feuer beschädigt.
Update vom 9. März, 15.45 Uhr: Jetzt können die Einsatzkräfte Vollzug melden: Der Waldbrand ist vollständig gelöscht. Zurück bleibt ein Schaden an einer Fläche von knapp 100 000 Quadratmeter – mehr als 16 Fußballfelder. Die Kriminalpolizeistation Miesbach habe die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Zum Anfangsverdacht eines angemeldeten, dann aber außer Kontrolle geratenen Daxenfeuers gebe es noch keine weiteren Erkenntnisse.
Fest steht derweil die Einsatzbilanz. 350 Kräfte waren am Samstag vor Ort, 170 am Sonntag. Unter der Leitung der Polizeiinspektion Miesbach beteiligten sich neben Feuerwehren, Rettungsdienst, THW und Bergwacht auch die Alpinen Einsatzgruppen der Grenzpolizeiinspektionen Piding und Raubling, der Bundespolizei sowie die Bayerische Bereitschaftspolizei an der Bekämpfung des Feuers im Bergwald.
Update vom 9. März, 14.30 Uhr: Gute Nachrichten aus Geitau: Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage mitteilt, sind die Löscharbeiten an der Heißenplatte in den Endzügen. Ein Polizeihubschrauber konzentriere sich aktuell noch auf die mittleren und oberen Bereiche des Berges, die für die Einsatzkräfte zu Fuß nur schwer oder nicht ohne Eigengefährdung erreichbar wären. Nach einigen abschließenden Kontrollflügen sollte der Waldbrand dann im Laufe des Nachmittags endgültig gelöscht sein. Keine neuen Erkenntnisse gebe es zur Brandursache. Die Kriminalpolizeistation Miesbach werde die weiteren Ermittlungen führen.
Update vom 9. März, 10.15 Uhr: Die Löschmaßnahmen in der Region Heißenplatte bei Bayrischzell gehen weiter. Wie eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, werden derzeit noch Glutnester von den Einsatzkräften bekämpft. Wie lange die Löscharbeiten noch andauern werden, ist noch unklar.
Waldbrand bei Bayrischzell: Löscharbeiten dauern an
Update, 8. März, 17.33 Uhr: Seit 7 Uhr morgens setzten Polizei und Feuerwehr die Löscharbeiten in der Region Heißenplatte mit zwei Hubschraubern aus der Luft fort. Am späten Vormittag intensivierten Feuerwehr und Polizei die Bekämpfung der Glutnester vom Boden aus. Die Einsatzkräfte löschten dabei den Großteil der betroffenen Bereiche vollständig ab.
Fortsetzung der Löscharbeiten am Sonntag
Trotz der erfolgreichen Maßnahmen am Samstag kündigt die Polizei an, die Löscharbeiten am Sonntagmorgen fortzusetzen. Nach aktuellem Stand geht die Polizei jedoch davon aus, dass sie die restlichen Glutnester im Laufe des Tages vollständig beseitigen können.
Einsatz von Hubschraubern und Sperrungen am Sonntag
Ab Sonntagmorgen, 9. März 2025, setzen Polizei und Feuerwehr erneut einen Hubschrauber ein und richten deshalb eine Flugverbotszone in der betroffenen Region ein. Wanderer sollen das Gebiet weiterhin meiden. Zudem bleibt der Wanderparkplatz „Mieseben“ am Sonntag gesperrt.
Update, 8. März, 11 Uhr: Der Brand in der Nähe des Berges Heißenplatte bei Bayrischzell im Landkreis Miesbach ist laut Polizeiangaben „weitgehend“ unter Kontrolle. Ein Sprecher erklärte am Samstagmorgen, dass Einsatzkräfte die verbrannte Fläche bei Tageslicht nach möglichen Glutnestern absuchen. Auch Löschhubschrauber seien weiterhin im Einsatz. Zur Höhe des Schadens konnte der Sprecher zunächst keine Informationen geben.
Feuer auf 3000 Quadratmeter großer Fläche – Für Anwohner bestand keine Gefahr
Das Feuer war am Freitag auf einer etwa 3.000 Quadratmeter großen Freifläche ausgebrochen. Laut Polizei entwickelte sich in dem Gebiet starker Rauch. Eine am Freitag eingerichtete Flugverbotszone bleibe bestehen, so der Sprecher. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, das Gebiet vorsichtshalber zu meiden. Eine Gefahr für die Anwohner habe nicht bestanden.
Update, 7. März, 20 Uhr: Beim Waldbrand nahe Geitau kommen die Löscharbeiten voran. „Unter dem Einsatz von vier Polizeihubschraubern konnte das offene Feuer im Bereich der Heissenplatte abgelöscht werden, jedoch bestehen zum aktuellen Zeitpunkt noch Glutnester“, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Freitagabend mit. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Löscharbeiten für den heutigen Tag beendet.
Am Samstagmorgen (8. März) soll das Feuer dann ab 7 Uhr erneut aus der Luft bekämpft werden. „Dabei sollen die Glutnester weiter eingedämmt werden, sodass im weiteren Verlauf durch Bodenkräfte die anschließende Maßnahmen ergriffen werden können“, so ein Polizeisprecher. Es sei allerdings nicht zu erwarten, dass die Löscharbeiten am Samstag bereits beendet werden können. Die Flugverbotszone bleibt bis auf Weiteres bestehen. Aufgrund der Rauchentwicklung soll das Gebiet im Bereich der Heissenplatte auch von Wanderern gemieden werden.
Waldbrand bei Geitau wird bis zum Abend mit Löschubschraubern bekämpft
Update, 7. März, 17 Uhr: Vier Löschhubschrauber werden bis Abend den Waldbrand bekämpfen. Wie die Pressestelle des Landratsamtes mitteilt, ist das Feuer damit vorerst gut zu kontrollieren, sodass die weiteren Kräfte vorerst abgezogen werden könnten. Für Samstagvormittag seien dann zwei Großhubschrauber aus Tirol angefordert, die einen Löschangriff vom Boden aus vorbereiten sollen.
Die Arbeit der Polizei konzentriert sich derweil auf die Ermittlung der Brandursache. Einen ersten Verdacht vermeldet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Freitagabend: ein außer Kontrolle geratenes Daxenfeuer. Eine Übernahme der Ermittlungen durch die Kriminalpolizeistation Miesbach werde derzeit geprüft. Im betroffenen Bereich komme es zu einer starken Rauchentwicklung. Personen würden aufgefordert, die Gegend zu meiden. Bis zum Ende der Löscharbeiten gelte eine Flugverbotszone, etwa für Paraglider. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe aktuell aber nicht.
Update, 7. März, 16 Uhr: Vom Boden aus verfolgt auch Bürgermeister Georg Kittenrainer, der selbst in Geitau wohnt, das Geschehen. „Man erschrickt schon sehr, wenn man diese Flammen sieht“, sagt er. Mit Erleichterung habe er die Nachricht aufgenommen, dass nach derzeitigem Stand keine Menschen in Gefahr seien und auch niemand zu Schaden gekommen sei. Als beruhigend bezeichnet Kittenrainer das hochprofessionelle Zusammenspiel der Rettungskräfte. Auch wenn der Einsatz längst nicht abgeschlossen sei, danke er schon jetzt allen, die daran beteiligt sind
Update, 7. März, 15 Uhr: Auch wenn der brennende Wald nicht im Zuständigkeitsbereich der Bayerischen Staatsforsten liegt: Der Schlierseer Forstbetriebsleiter Lasse Weicht ist selbstverständlich vor Ort und verfolgt das Geschehen mit bangem Blick. „Wir sind alle geschockt“, sagt Weicht. Nicht nur, weil das Feuer nur durch den Grat vom Staatswald getrennt ist. Die Bedingungen seien derzeit aber leider prädestiniert für Waldbrände. Der schneearme Winter in Kombination mit langen Hochdrucklagen – aktuell auch noch mit Wärme und Wind – habe die Waldböden schon sehr früh im Jahr ausgetrocknet. Die Vegetation im Bereich des Feuers beschreibt Weicht als Bergmischwald mit Fichten, Latschen und sogenanntem Lahnergras. Nun könne man nur hoffen, dass es den Einsatzkräften gelingt, die Flammen bis zum Einbruch der Dunkelheit einzudämmen.
Laut Wetterprognosen ist auch das Wochenende warm und trocken in Geitau. Erst am Montagvormittag ist leichter Regen zu erwarten.
Update, 7. März, 14.30 Uhr: Es gibt erste gesicherte Infos zur aktuellen Lage: Wie die Pressestelle des Landratsamtes auf Nachfrage mitteilt, befinden sich offenbar rund 3000 Quadratmeter Wald oberhalb von Geitau im Vollbrand. Rund 100 Einsatzkräfte sind vor Ort. Zwei Polizeihubschrauber werden das Feuer aus der Luft bekämpfen, zwei weitere sind im Anflug. Je nach weiterer Entwicklung kann sich der Löscheinsatz zwei bis drei Tage hinziehen.
Mehrere Löschhubschrauber im Einsatz
Aus Sicht der Bergwacht Leitzachtal schildert deren Sprecher Marinus Gruber das Geschehen vor Ort. Der Alarm sei gegen 12.30 Uhr eingegangen, berichtet Gruber. Das Gebiet liege am Osthang der Heißenplatte nördlich der Aiplspitz und auf Flur der Gemeinde Bayrischzell. Zunächst seien ein Bergwachtler und ein Feuerwehrler mit dem Quad der Bergwacht von unten an das brennende Waldstück herangefahren. Die Ersterkundung habe wegen des steilen und mit Felsen durchsetzten Geländes aber gut 800 Meter unter dem Feuer geendet. Ein hinzugerufener Polizeihubschrauber habe sich von der Luft aus ein Bild gemacht und die brennende Fläche auf gut 3000 Quadratmeter beziffert. Mittlerweile seien drei Helis vor Ort, um den Löschangriff von der Luft aus vorzubereiten. Das Wasser für diesen Vorstoß soll laut Gruber aus der Kläranlage Osterhofen entnommen werden, da es unmittelbar vor Ort keine geeigneten anderen Reservoire gebe.
Sollte es später notwendig sein, auch vom Boden aus mit dem Löschen zu beginnen, werde die Bergwacht die Feuerwehrleute dabei sichern. „Diese Zusammenarbeit trainieren wir immer wieder“, betont Gruber. Auch er gehe zum derzeitigen Stand von einer „längeren Aktion“ aus. Glücklicherweise verlaufe kein Wanderweg durch das Gebiet.
Informationen über Personen in diesem Bereich gibt es derzeit offenbar nicht, auch die Brandursache ist noch völlig offen.
Update, 7. März, 13.47 Uhr: Mittlerweile haben sich die Einsatzkräfte in der Nähe von Geitau versammelt. Neben den Feuerwehren sind auch Vertreter von Bergwacht und des Staatsforsts vor Ort. Auch Bayrischzells Bürgermeister Georg Kittenrainer, der selbst in Geitau wohnt, ist zum Sammelpunkt gekommen, um sich ein Bild vom Bergfeuer zu machen. Zwischenzeitlich wurden wohl auch weitere Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren alarmiert. Auch ein Hubschrauber kreist wohl über dem Waldbrand.
Erstmeldung, 7. März, 13.09 Uhr: In den Bergen im Landkreis Miesbach ist offenbar ein Waldbrand ausgebrochen. Von mehreren Seiten der Berge, unter anderem aus Aurach in der Gemeinde Fischbachau und aus Geitau in der benachbarten Gemeinde Bayrischzell ist auch aus weiter Entfernung eine dichte Rauchsäule über den Bergen erkennbar. Wo genau der Waldbrand ausgebrochen ist und welche Ausmaße das Feuer im Bergwald hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.
Feuerwehren bereits alarmiert
Die umliegenden Feuerwehren in der Region sind bereits alarmiert und dürften mittlerweile vor Ort eingetroffen sein. Die weiteren Entwicklungen können Sie an dieser Stelle verfolgen: Der Artikel wird im Laufe des Nachmittags aktualisiert, wenn gesicherte Informationen vorliegen.
Nahezu zeitgleich mit dem Ausbruch des Feuers hatte auch das Landratsamt Miesbach in einer Pressemitteilung vor erhöhter Waldbrandgefahr gewarnt. Demnach weist der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes für den Landkreis derzeit die Stufe vier von fünf aus. Der Brand- und Katastrophenschutz am Landratsamt sowie die Landkreis-Feuerwehrführung informieren deshalb darüber, dass alle Bürger gebeten sind, verantwortungsvoll mit Feuer umzugehen und darauf zu achten, keine offenen Flammen im Wald oder angrenzenden Gebieten zu entfachen. „Das gilt auch für Rauchen, offenes Feuer und Lagerfeuer.“
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Ausflügler sollten überdies die Zufahrten zu den Wäldern freihalten und nur ausgewiesene Parkplätze benutzen, schreibt die Kreisbehörde. „Grasflächen können sich durch heiße Auspuffe entzünden.“







