VonThomas Steinhardtschließen
Die Bahn baut die zweigleisige Eisenbahnbrücke bei Emmering neu. Die Arbeiten beginnen Anfang April.
Bund und DB InfraGO investieren auf der Strecke der S4 zwischen Eichenau und Fürstenfeldbruck 3,4 Millionen Euro. Das 1857 errichtete und zuletzt 1957 sanierte Bestandsbauwerk sei an das Ende seiner Lebenszeit gekommen, heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Deshalb will die DB InfraGO eine neue und wartungsarme Brücke bauen. Diese entsteht ab dem 1. April direkt neben dem Bestandsbauwerk. Im Oktober soll sie in einer Sperrpause eingeschoben und in Betrieb genommen werden. Bereits jetzt laufen vorbereitende Maßnahmen wie die Verlegung von Wasserleitungen sowie der Bau einer Baustraße.
Verkehrseinschränkungen und Erreichbarkeit vor Ort
Für die Zeit der Bauarbeiten muss die unterführte Straße für den Durchfahrtsverkehr vollständig gesperrt werden. Die nördliche Zuwegung zum Funkturm bleibt während der Bauzeit offen, heißt es in der Mitteilung. Die Zufahrt zum bahnlinken Wasserwerk wird während der Bauzeit über den bahnlinken, bahnparallelen Weg sichergestellt. Dieser werde hierfür bis zur westlichen Straße Rodelbahnstraße/ Am Tonwerk als Baustraße ausgebaut. Zusätzlich werde ein Feldweg ertüchtigt, um den Zugang zum Wasserwerk dauerhaft zu gewährleisten. Beschilderungen vor Ort weisen auf gesperrte Bereiche und Umleitungen hin.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Für die finale Herstellung und den Einschub der neuen Brücke im Oktober ist eine Sperrpause für Züge vorgesehen. Die DB InfraGO kündigt an, rechtzeitig über baubedingte Fahrplanänderungen auch auf der S-Bahn zu informieren und empfiehlt Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die gewohnten Auskunftsmedien zu erkundigen.
Bund und DB InfraGO investieren 3,4 Millionen Euro in die Maßnahme. Sie ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms der DB, die mehr als 25 700 Eisenbahnbrücken in Deutschland besitzt und unterhält.
Viergeisiger Ausbau
Ein etwaiger späterer, viergleisiger Ausbau wurde in der Planung berücksichtigt, sagt ein Bahnsprecher auf Nachfrage. Sollte es zu diesem Ausbau kommen, könne neben der neuen Brücke ein neues Bauwerk für die weiteren Gleise hergestellt werden. Leitungen für Strom und Wasser wurden deshalb auch so verlegt, dass dies ohne Störungen umsetzbar wäre. Wie der Bahnsprecher außerdem sagte, solle das Einschieben der neuen Brücke in weniger als sieben Tagen vor sich gehen.
