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Ihr Training in eiskalten Gewässern der Region hat sich gelohnt. Eisschwimmerinnen aus Tölz und Schaftlach räumten bei deutscher Meisterschaft ab.
Bad Tölz/Schaftlach – In vielen Gewässern in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach hat man die Frauen bei frostigen Temperaturen in eiskalten Seen oder Flüssen schwimmen sehen. Zuletzt tauchten sie am vergangenen Freitag in der Isar in Bad Tölz ab. Dort trainierten sie noch einmal für die Deutsche Eisschwimmer-Meisterschaft (wir berichteten). Diese fand nun vergangenes Wochenende in Veitsbronn statt.
Dort gingen Birgit Martin (50) aus Bad Tölz sowie Heidelinde Partheymüller (50) und ihre Tochter Franziska Partheymüller (23) – beide aus Schaftlach – in diversen Disziplinen an den Start. Geschwommen wurde in 2,7 Grad kaltem Wasser. Franziska Partheymüller schaffte es dreimal in die „Super Finals“ – sprich in die letzte Wettkampfrunde der sieben Besten einer Disziplin. Auf 50 Meter Brust erkämpfte sie sich den dritten Platz. Noch besser lief es auf der längeren Strecke: Auf der 100-Meter-Distanz landete sie auf Rang zwei. Platz eins belegte eine Französin. Somit ist Franziska in dieser Kategorie die Deutsche Meisterin.
Wettkampf bei 2,7 Grad Wassertemperatur
Auch Heidelinde Partheymüller schwamm sich – ebenfalls in der Disziplin 100 Meter Brust – in die „Super Finals“. Dort belegte die Gärtnerin aus Schaftlach dann den siebten Platz.
Birgit Martin schaffte es ins Mittelfeld. „Für die Finals hat es leider nicht gereicht, aber ich bin total zufrieden“, sagt die 50-Jährige im Gespräch mit dem Tölzer Kurier. Sie trat in den Disziplinen 50 und 200 Meter Freistil an. „Wir sind sehr froh, dabei gewesen zu sein. Es war beeindruckend, mit den weltbesten Eisschwimmern anzutreten“, sagt sie.
23-Jährige aus Schaftlach ist deutsche Meisterin
Kurz nach der Meisterschaft haben die Eisschwimmerinnen schon neue Pläne: „Ende Januar werden wir beim Eiskönig am Chiemsee mitschwimmen“, sagt Martin. Ab dann wird für die nächste Saison und die Meisterschaft 2021 trainiert. „Wir machen sicher wieder mit. Dann wollen wir auch für die 500 Meter Freistil vorbereitet sein.“ Dafür werden sie im Winter in hiesigen Gewässern und im Sommer in höher gelegenen Bergseen trainieren.
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