Einmal im Jahr fährt sie noch nach Slowenien

Emilie Otschko ist mit 106 Jahren die älteste Geretsriederin

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Eine Torte „Marlene“ zum 106. Geburtstag: Mit Kaffee und Kuchen feierte Jubilarin Emilie Otschko im Kreise der Familie ihren Ehrentag.

Mit 106 Jahren darf sich Emilie Otschko älteste Bürgerin Geretsrieds nennen. Ihren Ehrentag verbrachte die Seniorin mit der Familie.

Geretsried –  Die große Familienverbundenheit der Jubilarin ist unter anderem an den vielen Fotos, die das Wohnzimmer an sämtlichen Stellen schmücken, zu erkennen. Ein Geheimrezept für ihr hohes Alter hat die Mutter von vier Kindern nicht: „Man muss halt immer ein bisschen was machen und nicht faulenzen“, meint die 106-Jährige und lacht.

Geboren wurde die Geretsriederin 1912 im heutigen Slowenien. Dort erlernte sie nicht nur den Beruf der Schneiderin. Auch ihren späteren Ehemann Franz traf sie dort. Als der Schneidermeister in den 1960er-Jahren seine Arbeit verlor, zog es die Familie nach Deutschland. Nach einem Jahr im Aussiedlerlager in Stein blieben die Otschkos in Geretsried. Ihren Ehemann überlebte die 106-jährige Seniorin. Die vier Kinder erfreuen sich bester Gesundheit.

„Eine Schwester und ein Bruder von uns blieben aber in Slowenien zurück“, sagt Emilie Otschkos Tochter Nada (70). Aus diesem Grund fährt Sohn Daniel – immerhin auch schon 80 Jahre alt – seine Mutter einmal im Jahr mit dem Auto in die alte Heimat. Dort besucht sie ihre beiden Kinder. „Bei meiner Tochter im Hof und im Garten, da ist es so schön“, schwärmt die Jubilarin.

Großes vorgenommen hat sich Otschko fürs neue Lebensjahr nicht. „Ich bin froh, dass ich noch gut beieinander bin und laufen kann“, sagt die Oma von sechs Enkeln und Uroma von sieben Urenkeln. „Aber im Mai mag ich noch mal nach Slowenien fahren“, fügt sie nach kurzem Überlegen hinzu.  

kof

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