Zwei Modelle stehen zur Wahl für das geplante Seniorenwohnstift in Ambach: eines mit mehreren Pavillons und eines mit größeren Gebäuden. Der Gemeinderat entscheidet im Herbst.
Münsing – Wie geht es weiter mit dem vom „Kuratorium Wohnen im Alter“ (KWA) geplanten Seniorenwohnstift in Ambach? Nach Mitteilung von Bürgermeister Michael Grasl wird der Gemeinderat voraussichtlich erst in seiner Sitzung Anfang Oktober eine Entscheidung über den Architektenwettbewerb fällen. Wie berichtet stehen zwei Entwürfe zur Auswahl: die kleinteilige Lösung des Büros Beer, Bembé, Dellinger mit mehreren Einzelhäusern, arrangiert um einen Anger, und die hotelähnlichen Gebäude, die das Büro Matteo Thun vorschlägt.
„Zunächst möchte sich der Gemeinderat nach einer fünfwöchigen Sitzungspause austauschen und verbleibende Fragen klären“, schreibt Grasl in einer Pressemitteilung. Erst dann wolle man das Thema öffentlich diskutieren. Er erinnert daran: „Die Bürgerbeteiligung im Anschluss an die Vorstellung der beiden favorisierten Entwürfe bot Gelegenheit zur Meinungsäußerung. Das Verfahren wurde transparent kommuniziert und professionell von einem neutralen Fachbüro moderiert.“
Bei den schriftlichen Stellungnahmen der Bürger überwog die Sympathie für das Modell von Beer, Bembe´, Dellinger. Die Gemeinderäte tendierten nach der Vorstellung eher zum Thun-Modell. Der aktuell wieder von einzelnen Bürgern angeregte „Runde Tisch“ sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr zielführend, erklärt Grasl. Vor allem berge die Festlegung auf einen begrenzten Personenkreis erneutes Potenzial zur Verunsicherung. Der Gemeinderat sei dafür gewählt, nach einem jahrelangen Austausch von Argumenten und vielen Jahren des Stillstands auf diesem Areal endlich Entscheidungen zu treffen.
Die Gemeinde werde mit den direkten Nachbarn im Gespräch bleiben und eine Gesamtabwägung vorbereiten. Grasl: „Es gibt viele Bürger, die diesen Prozess mittlerweile positiv und auf einem richtigen Weg sehen.“
tal
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