Nach Volksverhetzung

AfD-Vorstand äußert sich zu Junker-Urteil

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Ob es bei der AfD Erding gärt, weiß man nicht. Auf jeden Fall scheint man nicht gerade glücklich über die Causa Junker zu sein.
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Die Verurteilung von Peter Junker (AfD) wegen Volksverhetzung beschäftigt auch den AfD-Kreisverband. Ein offizielles Statement gibt es aber bislang nicht.

Erding - Wegen Volksverhetzung ist der Finsinger AfD-Politiker Peter Junker zu einer Geldstrafe verurteilt worden (wir berichteten). Der AfD-Kreisverband Erding will „aktuell zu dieser Angelegenheit und eventuellen parteiinternen Konsequenzen keine Stellungnahme abgeben“. Dies sagte Vorsitzender Wolfgang Kellermann auf Anfrage unserer Zeitung. Der Stadt- und Kreisrat äußerte sich allerdings persönlich: „Ich bin mir recht sicher, dass Peter Junker, der im Übrigen über 15 Jahre CSU-Mitglied war, keine Minderheiten verunglimpfen wollte. Die AfD und auch Peter Junker stehen zum Grundgesetz, in dem in Artikel 3 die Gleichheit der Menschen betont wird.“ Dass dieser Gleichheitsgrundsatz gerade vom politischen Gegner und den Massenmedien gegenüber der AfD nicht eingehalten werde, stehe auf einem anderen Blatt. Er selbst, betont Kellermann allerdings, „hätte diese unglückliche Wortwahl sicherlich nicht so getroffen“.

Unmittelbar nach dem Auftritt Junkers in Magdeburg hatte sich der heutige AfD-Landtagsabgeordnete Martin Huber zu den Aussagen geäußert. In der Podiumsdiskussion unserer Zeitung Mitte September hatte Huber erklärt, er unterstelle seinem Parteifreund zwar keine entsprechende Gesinnung, er selbst wolle das Gesagte aber nicht unterschreiben. Junker selbst hatte die Veranstaltung damals übrigens vorzeitig auf eigenen Wunsch verlassen, nachdem er sich geweigert hatte, sein blaues Partei-Käppi abzusetzen. ham

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