Zur Corona-Exit-Strategie

Kommentar: Die Freiheit liegt allein in unseren Händen

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Hans Moritz, Redaktionsleiter des Erdinger/Dorfener Anzeiger.
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Wie viele Freiheiten wir in der Corona-Pandemie erhalten und wie lange sie uns erhalten bleiben, liegst an uns selbst. Das meint Redaktionsleiter Hans Moritz in seinem Kommentar zum Wochenende.

Als im März die strengen Corona-Beschränkungen verhängt wurden, war an dieser Stelle zu lesen: Es liegt an uns, wie schnell wir unsere Freiheit zurückbekommen. Viel Disziplin hat uns nach sieben Wochen so weit kommen lassen.

Von Normalität kann weiter nicht gesprochen werden. Aber Familien, Wirte und Hoteliers haben endlich eine Perspektive. Jetzt liegt es wieder nur an uns, ob wir die Freiheiten behalten und Schritt für Schritt erweitern können. Wer unvernünftig ist und die Covid-19-Infektionen wieder befeuert, muss damit rechnen, bald ein zweites Mal daheim eingesperrt zu sein. Bitte nicht!

Die Staatsregierung ist bei ihrer Exitstrategie unerwartet weit gegangen – nicht aus Liebe zum Bürger, sondern als Reaktion auf den gewaltigen Druck. Das ist zu honorieren. Viele Ungerechtigkeiten gibt es noch, und die müssen auf der Agenda bleiben. Gesellschaftlich ist der Amateur- und Jugendfußball relevanter als die Bundesliga. Letztere darf bald wieder spielen, während tausende Hobbykicker düpiert werden – ein Unding.

Strategien fehlen: etwa fürs neue Schuljahr oder für die Bäder. Der Sommer kommt, Tausende suchen Urlaubsalternativen daheim. Die Therme hat ein Sicherheitskonzept, das beispielhaft für viele Anlagen sein könnte. Doch man hört sie nicht.

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