VonHans Moritzschließen
44 neue bestätigte Corona-Infektionen – das ist die Bilanz des Gesundheitsamtes vom Freitag. Damit steigt die Summe auf 254. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die im Klinikum behandelt werden müssen, wächst. 28 werden dort betreut. 22 davon liegen auf der Isolier-, sechs weitere auf der Intensivstation. Fünf müssen beatmet werden. Diese Zahlen legt Landratsamtssprecherin Daniela Fritzen vor.
Erding – Bei den neu gemeldeten Fällen handelt es sich um Bürger aus Erding (12), Dorfen (6), Wartenberg (4), Berglern, Moosinning (je 3), Eitting, Hohenpolding, Oberding, Wörth (2), Finsing, Forstern, Fraunberg, Isen, Neuching, Pastetten, Steinkirchen und Taufkirchen (je 1).
Weiter teilt Fritzen mit, dass an den drei Screeningstellen in Erding und Taufkirchen mittlerweile über 2200 Abstriche vorgenommen worden seien. Wegen der geringen Nachfrage am Gymnasium Dorfen bleibt diese Teststelle übers Wochenende geschlossen.
Die Alkoholproduktion zur Herstellung von Desinfektionsmittel läuft laut Fritzen weiter so gut, dass nun auch das Klinikum Rosenheim 2000 Liter Ethanol erhalten habe. Anfragen liegen aus Mühldorf und Miesbach vor.
Landrat Martin Bayerstorfer reagierte gestern auf Kritik aus dem Klinikum Freising, es stimme nicht, dass vier Covid-19-Patienten mit absehbarer Beatmungspflicht nach Erding verlegt worden seien. Bayerstorfer legte Unterlagen vor, die seine Aussage stützen. Aus Freising habe es geheißen, dort gebe es keine Beatmungskapazitäten mehr. Bayerstorfer will keinen Streit. „Wir haben gerne geholfen. Das ist selbstverständliche kollegiale Zusammenarbeit.“
Die Regierung von Oberbayern stellt klar, für den Aufbau der Notfallklinik im Fliegerhorst bedürfe es nicht ihrer Genehmigung. Das Gesundheitsamt habe lediglich um fachliche Unterstützung bezüglich der Hygieneanforderungen ans Personal gebeten. „Die leisten wir gerne“, so eine Sprecherin. Nach der Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium werde man antworten – voraussichtlich am Montag. ham
