VonHans Moritzschließen
Die Erdinger CSU steht geschlossen hinter Max Gotz. Mit 100 Prozent nominierten ihn die Mitglieder am Donnerstagabend in Bergham zum fünften Mal als Spitzenkandidat für die Stadtratswahl im März 2020. Zuvor hatte Gotz eine ebenso kämpferische wie selbstbewusste Rede gehalten, die er mit dem Weckruf „Jetzt pack mas o!“ beendete.
Erding - Gotz nahm für sich in Anspruch, „für Kompetenz, Verlässlichkeit und Bürgernähe zu stehen“. Ihm sei wichtig, „dass wir Chancen erkennen, sie diskutieren und dann vor allem nutzen“. Die Erdinger CSU kündige nicht nur Dinge an, sie setze sie auch um. Sie zeige Defizite auf, um dann gemeinsam mit den Bürgern Lösungen zu entwickeln. Als Beispiel nannte er das soeben angestoßene Projekt „Soziale Stadt“ in Klettham. „Wir haben viel Gutes auf den Weg gebracht. Die CSU trifft offensichtlich den Nerv der Menschen“, sagte der OB.
Dass die CSU ihre Wahlprogramme umsetze, beweise die regelmäßig herausgegebene Broschüre „Gesagt, getan“, die in Kürze wieder erscheine. Die 2014 gegebenen Versprechungen habe man umgesetzt, zuletzt mit dem Sportpark in den Geislinger Ängern, in denen auch eine Dreifachhalle entsteht. „Das ist glaubwürdige Kommunalpolitik“, meinte Gotz.
Er sieht sich aber nicht nur in der Rolle des Stadtchefs. „Es geht auch darum, Erding überregional zu positionieren. Ich mache keine Politik nur im Schatten des Kirchturms.“ Das würden andere Bewerber oft ausblenden oder für unwichtig erachten. „Wir bauen uns ein Netzwerk auf, das uns trägt“, meinte Gotz in Anspielung auf seine Ämter im Bayerischen und Deutschen Städtetag sowie im Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft.
Im Stadtrat gelinge es ihm regelmäßig, einstimmige Beschlüsse zu erreichen. „Das ist der Schlüssel zum Erfolg vieler Maßnahmen.“ Gleichzeitig beziehe er die Bürger stets mit ein, etwa bei Anliegerversammlungen.
Als künftige Herausforderungen definierte Gotz Familien-, Sport und Schulthemen, aber auch den Umweltschutz. Dabei verwies er auf den Kronthaler Weiher und den Stadtpark. „Blühwiesen haben wir schon angelegt, ehe das beim Volksbegehren großes Thema wurde.“ Auch Kunst und Kultur wolle er weiter fördern. Ganz oben auf der Agenda bleibt für ihn der Verkehr. Soeben erst habe er beim Eisenbahnbundes amt und bei den Verkehrsministern von Bund und Land gefordert, beim Ringschluss durch Erding zügiger voranzukommen.
Er kandidiere sehr gerne wieder. Im Herbst werde die Stadtratsliste aufgestellt. Er wolle OB für alle Erdinger sein: „Der Frieden in der Bürgerschaft geht mir über alles.“ Dafür schenkten ihm 76 Mitglieder ihr Vertrauen.
CSU-Kreisvorsitzender Martin Bayerstorfer lobte Gotz’ „fulminante Rede“. Stadt und Landkreis arbeiteten „hervorragend“ zusammen. Von der enormen Wirtschaftskraft Erdings, vor allem ein Ausfluss der CSU-Politik, profitiere der gesamte Landkreis.
