Zu laut, zu schnell oder mit hochgeklapptem Kennzeichen unterwegs: Die Polizei beanstandete am Montag zahlreiche Motorradfahrer am Kesselberg.
Kochel am See – Im Einsatz waren am Montag Beamte der Polizeiinspektionen Bad Tölz und Geretsried, die die Kontrollgruppe Motorrad des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd unterstützten. Kontrolliert wurde an der beliebten Bergstrecke zwischen Kochel- und Walchensee zwischen 16 und 20 Uhr.
Vier Motorradfahrer wurden kontrolliert, weil sie die Kennzeichen so weit nach oben gebogen hatten, dass sie kaum noch lesbar waren. Auf alle kommt ein Strafverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs zu. „Das Motiv der Fahrer liegt auf der Hand: Durch unlesbare Kennzeichen wollen sie die Verfolgung von Verkehrsordnungswidrigkeiten umgehen beziehungsweise erschweren“, heißt es in einer Pressemitteilung der Tölzer Polizei.
Lesen Sie auch: Walchensee ächzt unter Besucheransturm: Hinterlassenschaften machen fassungslos
Fünf Motorradfahrer hatten die Dämpfereinsätze. Der Lärm ihrer Auspuffanlagen lag daher weit über den festgelegten Grenzwerten. Die Auspuffanlagen wurden sichergestellt, die Weiterfahrt unterbunden. Die Männer erwartet ein Bußgeld. Um den Abtransport der Bikes mussten sie sich selbst kümmern.
Ebenfalls negativ fiel ein rumänischer Staatsangehöriger auf. Sein 49-ccm-Roller „schaffte“ bei einer Geschwindigkeitsmessung über 60 km/h. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Die Beamten wiesen die Fahrer bei den Kontrollen auch auf weitere Mängel an ihren Maschinen hin. Beanstandet wurde mehrfach die fehlende Mindestprofiltiefe der Reifen sowie nicht zugelassene Außenspiegel.
Erst am Wochenende waren im Zuge einer länderübergreifenden Kontrolle ebenfalls am Kesselberg Polizeibeamte im Einsatz gewesen. va