- VonHans Demmelschließen
Mit einem Tag der offenen Tür wurde am Sonntag in der Jachenau die offizielle Eröffnung von Rathaus, Hotel und Café im ehemaligen Gasthaus zur Post gefeiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Segnung des Gebäudes durch Pfarrer Willi Milz.
Jachenau – Den Anfang machte am Sonntag jedoch Georg Riesch. Der Bürgermeister freute sich über das große Interesse der Bevölkerung und hielt noch einmal Rückschau auf die vergangenen Jahre. „Die Gemeinde hat sich 2012 zum Kauf entschlossen, weil wir eine Fehlentwicklung im Ortszentrum vermeiden wollten“, erklärte Riesch. Mit dem Verlauf der umfangreichen Umbaumaßnahmen war der Bürgermeister sehr zufrieden. Am teuersten sei dabei das Erfüllen der Brandschutzauflagen gewesen. Riesch dankte den beteiligten Firmen und freute sich über „ein gelungenes Objekt“.
Den Pächtern des im südlichen Teil untergebrachten Cafés samt Bistro, Brigitte Riesch und Lebenspartner Richard Jakob, wünschte der Bürgermeister viel Erfolg und überreichte ein Bild der „Post“ aus vergangenen Zeiten.
Landrat Josef Niedermaier bezeichnete die Jachenau als „Gemeinde, die viel vorwärts bringt“. Das Rathaus sei der Ort, an dem alle Entscheidungen für die Gemeinschaft getroffen werden. Dann zitierte Niedermaier den Spruch „Klug im Rat, stark in der Tat“, der im alten Tölzer Rathaus zu lesen steht. Dieser fasse bestens zusammen, was eine Gemeindeverwaltung leisten sollte.
Pfarrer Willi Milz beurteilte das Geschaffene mit dem Bibelvers „Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut.“ Der Geistliche lieferte auch gleich einen Beweis für die perfekte Arbeit im neuen Rathaus: „Mir wurde hier ein neuer Ausweis ausgestellt. Er ist wirklich einwandfrei geworden.“ Dann gab es den Segen für alle Angestellten und Arbeiter, ehe sich der Pfarrer auf den Weg durch sämtliche Räume machte. Er freute sich aber auch schon auf den gemütlichen Teil. „Ich habe nämlich schon vernommen, dass Ihr sehr gute Weine hier habt“, wandte sich Milz an die neuen Wirtsleute. Die Musikkapelle Jachenau umrahmte die Feier.
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Den Jachenauern gefällt das neue Rathaus. Aber: „Es nützt das schönste Rathaus nichts, wenn falsche Entscheidungen darin getroffen werden“, sagte ein Besucher. Das in den Obergeschossen untergebrachte Hotel, das von den Cafépächtern mitbetrieben wird, stößt auf Zustimmung: „Die Ferienwohnungen werden zwar immer mehr, aber das Angebot an Gästezimmern wird weniger. Mit dem Hotel wurde Abhilfe geschaffen“, befand ein anderer Besucher.
Und als die ersten Gäste längst zum Feiern im Garten Platz genommen hatten, kamen noch laufend weitere Interessierte, um den neuen Ortsmittelpunkt zu bestaunen.
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