Richtfest: Neues Kita-Zentrum

Erster Rundgang im Zwölf-Millionen-Bau: Bei Kosten und Zeitplan im Soll

+
Platz für 160 Kinder: Beim Richtfest des neuen Kita-Zentrums erläuterte Martin Brugger vom Bauamt die Aufteilung der Räume. Auch die neun Personalwohnungen wurden besichtigt.
  • schließen

Die Gemeinde Bad Wiessee stellt sich mit dem Kita-Zentrum in Sachen Kinderbetreuung neu und modern auf. Am Montag wurde mit dem traditionellen Richtfest die Fertigstellung von Rohbau und Dachstuhl des Neubaus auf dem Schulgelände gefeiert.

Bad Wiessee – Die gute Nachricht dabei: Trotz steigender Baukosten werden Endtermin und Kostenrahmen eingehalten. Seit dem ersten Spatenstich Mitte Juli hat eine straffe Planung dazu beigetragen, dass der Bau des zwölf Millionen Euro teuren Kita-Zentrums im Zeitplan liegt. Sämtliche Firmenaufträge werden laut Martin Brugger vom Technischen Bauamt der Gemeinde fristgerecht eingehalten. Und bislang gehe auch die Kostenberechnung auf: „Wir liegen im Soll.“

Der dreiteilige Baukörper, der hauptsächlich im Bereich des ehemaligen Hartplatzes, steht, bietet Platz für insgesamt 160 Betreuungsplätze. Gebaut wurde vornehmlich mit Beton, um den Statik- und Brandschutzvorschriften gerecht zu werden. Abschließend wird der Bau mit einer Holzfassade verkleidet.

Im Erdgeschoss sind fünf Krippengruppen vorgesehen, die jeweils aus zwölf bis 15 Kindern bestehen. Mobile Trennwände teilen die großräumigen Flächen bei Bedarf in Ruhe- und Bewegungsräume. Im ersten Obergeschoß befindet sich der Kindergarten. Vier Gruppen à 25 Kindern sollen hier ihre neue Heimat finden. Direkt daneben liegen die Mitarbeiterbüros. Auch hier teilen mobile Trennwände die Flächen bei Bedarf in Spielflur und Bewegungsräume. „Diese Trennwände werden sehr wichtig, um auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen“, erklärt Christine Scholz, die im Oktober die Leitung des Wiesseer Kindergartens übernommen hat.

Neun Personalwohnungen im Obergeschoss

Auch an Wohnungen für das künftige Personal ist gedacht: Im Dachgeschoß sind insgesamt neun Wohnungen geplant. Alle haben Balkone und sind in verschiedenen Größen angelegt: zwei Einzimmerwohnungen mit eigener Dachterrasse, vier Zweizimmerwohnungen und zwei Dreizimmerwohnungen. Eine Vierzimmerwohnung soll auch Platz für eine Familie bieten. Darüber hinaus wird es eine großzügige Parkfläche mit 47 Stellplätzen sowie einem „Kiss & Ride“-Bereich geben.

Mit dem Kita-Zentrum löst die Gemeinde zwei Probleme: Zum einen braucht es ohnehin einen Ersatz für den maroden Kindergarten Maria Himmelfahrt, zum anderen muss auf den gestiegenen Bedarf reagiert werden. Mit 160 Plätzen sieht sich die Gemeinde gut gerüstet für die kommenden Jahre.

„Auf Basis eines in Auftrag gegebenem Prognosemodells werden die Kitaplätze ausreichen“, erklärt Geschäftsleiter Hilmar Danziger. Nur die Hälfte der Kinder werde aus Bad Wiessee selbst kommen. „50 Prozent erwarten wir aus dem restlichen Tegernseer Tal.“

Bürgermeister Robert Kühn ist mit den Fortschritten auf der Baustelle zufrieden. Es sei ein „monumentaler Bau“, verbunden mit mutigen Entscheidungen des Gemeinderats, bei dem sich der Rathauschef ausdrücklich bedankte.

Um Neues zu schaffen, musste zunächst Altes weichen. Der Sportplatz wurde zurückgebaut und soll später Richtung Südwesten wieder errichtet werden, erklärt Brugger. Dort entstehen dann der Pausenhof und ein Allwetterplatz. Der Pausenhof der Schulkinder verkleinert sich durch die aktuellen Bauarbeiten. Dafür könnten die Schüler den Garten des Horts mitbenutzen.

Ziel: Eröffnung 2024

Dem Projekt liegt ein straffer Zeitplan zugrunde. Die Fertigstellung der neuen Kita ist für Mai 2024 anvisiert. Auch die künftige Wärmeversorgung von Kita und Schule ist inzwischen geregelt. Zunächst wird die neue Kita an die Hauptversorgung der Grundschule angeschlossen. Später setzt man vor allem auf Holzpellets.

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Tegernsee-Newsletter.

je

Kommentare