Etliche Einsätze für die Bergwacht

Etliche Einsätze für die Bergwacht am Brauneck: Drei junge Mädchen unter den Verletzten

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Wegen einder dicken Nebeldecke über dem Tal konnte der Rettungshubschrauber am Samstag nicht am Brauneck landen. Die Bergwacht musste eine 11-Jährige mit Wirbelsäulenverletzung per Akja äußerst vorsichtig ins Tal bringen.
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Das letzte Dienstwochenende der Bergwacht Lenggries hatte es in sich: Unter anderem mussten die Ehrenamtlichen eine 11-Jährige mit schwerer Rückenverletzung und eine völlig erschöpfte Siebenjährige sicher ins Tal bringen.

Lenggries – Auch am Neujahrsmorgen konnten die Mitglieder der Lenggrieser Bergwacht nicht ausschlafen: Ein Tourengeher (49) aus dem Tölzer Land war gegen 8.20 Uhr bei der Abfahrt am Garland gestürzt und hatte sich dabei die Schulter ausgekugelt. Das neue Jahr begann für die ehrenamtlichen Bergretter somit, wie das alte endete: mit Arbeit. Am schlimmsten hatte es am Samstag ein junges Mädchen getroffen.

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Die 11-Jährige war gegen 10.45 Uhr beim Renntraining am Lenggrieser Hang gestürzt und hatte sich dabei schwer am Rücken verletzt. „Da bei einer Wirbelsäulenverletzung immer der schonende Transport im Vordergrund steht, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert“, sagt Sylvia Frei, Sprecherin der Bergwacht Lenggries. Wegen Nebels konnte der Helikopter allerdings nicht kommen. „Das Kind wurde deshalb mit dem Akja sehr vorsichtig und dementsprechend langsam bis ins Tal transportiert.“ Dort warteten bereits der Landrettungsdienst und der Notarzt.

Bergwacht erhöht Einsatzkräfte vor Ort

Insgesamt passierten am Samstag weniger Skiunfälle als gedacht. Wegen der guten Wetterprognose und der Weihnachtsferien hatte sich die Bergwacht extra breit aufgestellt: Sieben Einsatzkräfte aus Lenggries und sechs aus Tölz hatten sich mit Rettungsfahrzeug und Skidoo am Streidl- und Draxlhang in Stellung gebracht, um bei Bedarf sofort helfen zu können. Normalerweise sind laut Frei insgesamt nur zehn Bergretter auf der Diensthütte am Brauneck stationiert. Neben dem Unfall am Lenggrieser Hang mussten die Ehrenamtlichen am Samstagnachmittag noch einem Wintersportler mit Wadenkrampf und einem mit einer Rückenprellung helfen.

Auch am Sonntag wurden die beiden anwesenden Bergwachtnotärzte mehrmals benötigt. Bei vier Einsätzen mussten die Mediziner unter anderem ein gebrochenes Schlüsselbein und eine Unterarmfraktur versorgen. „Am Draxlhang wurde ein kleines Mädchen nach einem Sturz erstversorgt und an den Rettungsdienst übergeben“, sagt Frei.

Abschlussstreife trifft auf Vater und dessen erschöpfte Tochter (7)

Zu guter Letzt zeigte sich einmal mehr der Sinn der „Abschlussstreife der Bergwacht. Bei der letzten Abfahrt durchs Skigebiet begegneten die Bergretter einem Vater und dessen 7-jähriger Tochter auf der Piste. „Das Mädchen war völlig erschöpft und konnte nicht mehr alleine ins Tal fahren“, sagt Frei. Da es bereits dunkel wurde, packten die Bergretter das Kind in einen Rettungsschlitten und fuhren im Licht der Stirnlampen ins Tal. Der Einsatz und damit das letzte Dienstwochenende der Bergwacht Lenggries war gegen 18.15 Uhr beendet.

An Silvester hatte die DSV-Skiwacht die Überwachung der Pisten übernommen. Frei zufolge musste sie sich nur um einen 18-Jährigen kümmern, der sich am Draxlhang eine Knieverletzung zugezogen hatte. Der erste Einsatz für die Bergwacht Lenggries war der verunglückte Tourengeher am Neujahrsmorgen. Laut Frei hatten andere Tourengeher den Sturz des 49-Jährigen am Garland beobachtet und die Rettungskräfte alarmiert. Dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau gelang es erst nach mehreren Anflügen, in dem unwegsamen Gelände zu landen, und den Mann in die Unfallklinik nach Murnau zu bringen. Frei zufolge litt er unter starken Schmerzen. Das sei bei einer derartigen Verletzung aber normal.  

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