VonSabine Schörnerschließen
Teile eines Wohnhauses in Eurasburg wurden am späten Sonntagnachmittag ein Raub der Flammen. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 300 000 Euro.
Eurasburg - Eine Anwohnerin hatte gegen 16.15 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus dem Wohnhaus am Höhenweg gemeldet, berichtet die Polizei. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, standen das erste Obergeschoss und das Dachgeschoss bereits in Vollbrand. Laut Kreisbrandinspektor Erich Zengerle kämpften 96 Feuerwehrleute, darunter 32 Atemschutzträger gegen die Flammen. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie retten, sodass niemand verletzt wurde.
Im Einsatz waren die Wehren aus Eurasburg, Beuerberg, Herrnhausen, Degerndorf, Holzhausen, Wolfratshausen und Geretsried sowie Polizei und BRK. Auch Eurasburgs Bürgermeister Moritz Sappl war vor Ort. Erst gegen 21.30 Uhr war der Einsatz beendet.
In der Nacht kontrollierte die Eurasburger Feuerwehr den Brandort. Am Montagvormittag wurde sie nochmals alarmiert, weil aus dem Haus erneut Rauchschwaden aufstiegen. Nach etwa einstündigen Nachlöscharbeiten konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.
Das Haus ist vorerst unbewohnbar, die Bewohner kamen bei Angehörigen unter. Der Kriminaldauerdienst der Kripo Weilheim übernahm noch vor Ort die ersten Ermittlungen zur Brandursache. „Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittler von einem technischen Defekt aus“, so die Polizei. „Hinweise auf Brandstiftung liegen nicht vor.“ Um die näheren Hintergründe der Brandursache herauszufinden, untersuchten Beamte am Montagvormittag den Brandort.
sas
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