Franz Hafner ist neuer Verwaltungs-Chef

Altbürgermeister kümmert sich um Kindergärten

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Hat den Posten des Verwaltungs-Chefs des neuen Kindergarten-Verbundes übernommen: Franz Hafner, Altbürgermeister von Rottach-Egern.
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Rottach-Egern - Rottachs Altbürgermeister Franz Hafner hat dem Ruhestand Adieu gesagt. Er hat den Posten des Verwaltungs-Chefs für den neuen Kindergarten-Verbund im Tal übernommen.

Rund 40 Mitarbeiter haben die drei katholischen Kindergärten in Rottach-Egern, Tegernsee und Bad Wiessee, davon etwa 30 Erzieherinnen. Insgesamt stehen rund 300 Plätze zur Verfügung, aktuell werden um die 250 Kinder betreut. „Wir haben schon überall noch Plätze frei“, sagt Franz Hafner.

Er kümmert sich um die Verwaltung aller drei Kindergärten. Den Posten hat die Erzdiözese München-Freising neu geschaffen, um die im pastoralen Dienst tätigen Mitarbeiter zu entlasten. Die mussten sich bis dahin um den Kindergarten in der Gemeinde kümmern, in der sie tätig sind. Jetzt wurden die Kindergärten zu einem Verbund zusammengeschlossen und für die gemeinsame Verwaltung eine Fachkraft eingestellt. Gerne hätte die Erzdiözese auch noch den Waakirchner Kindergarten dazugenommen. Doch die dortige Pfarrei winkte ab.

Die Stelle – Volumen: 14 Stunden die Woche – wurde ausgeschrieben. Hafner bewarb sich schließlich, auf Drängen des Pfarrverbandsleiters Monsignore Walter Waldschütz. „Erst wollte ich nicht“, meinte Hafner, der bis 2014 noch Bürgermeister von Rottach-Egern war und sich dann nicht mehr zur Wahl stellte. Letztlich habe er sich dann doch überreden lassen. „Weil es für mich nichts Wichtigeres gibt als Kinder“, sagt Hafner. Und er so seine gesammelte Erfahrung einbringen kann: als Elternbeirat, als Geschäftsleiter der Gemeinde Kreuth und als Bürgermeister. Trotzdem hat er noch ein Seminar gemacht, um für seine neue Aufgabe als Vertreter der Kindergartenträgers gerüstet zu sein.

Für das Personal der Kindergärten ändert sich mit der Umorganisation nichts. Auch wenn die Einrichtungen gemeinsam verwaltet werden, behält jede für sich ihr eigenes Profil und ihr eigenes pädagogisches Team. Dass Erzieherinnen in einem anderen Kindergarten einspringen müssen, wenn dort Mitarbeiterinnen krank werden, ist nicht vorgesehen. „Das wäre das letzte Mittel“, meint Hafner. Es würde auch nur nach Absprache und einvernehmlich eingesetzt, nicht einfach verfügt. „Wir versuchen eher, bei Bedarf kurzfristig Aushilfen zu bekommen.“

Sein neues Büro hat Hafner im Tegernseer Pfarrhaus. Er sitzt dort oft länger als die vereinbarten 14 Stunden die Woche. „Das reicht halt oft einfach nicht.“ Neben den Personalangelegenheiten betreut er auch Sanierungsarbeiten an den Gebäuden. Die waren jetzt im Rottacher Kindergarten nötig. Ganz abgeschlossen sind sie noch nicht. Die Leiterin bekommt noch ein neues Büro, und die Küche wird umgebaut.

Insgesamt läuft’s gut. Die Vollversorgung mit Kindergartenplätzen, die Hafner bei seinem Amtsantritt als Rottacher Bürgermeister angestrebt hatte, ist erreicht. „Das ist unendlich wichtig“, findet Hafner. Dass auch noch Plätze frei sind, sorgt für ein komfortables Polster. Möglicherweise, so meint Hafner, werde es gebraucht, um Kinder von Asylsuchenden aufzunehmen. „Es ist keine Frage, dass wir sie sofort aufnehmen. Sie sollen ja schnell Deutsch lernen“, meint Hafner. Im Moment leben allerdings nicht viele kleine Flüchtlingskinder im Tegernseer Tal – die Hallen sind meist von jungen Männern belegt.

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