Lange Staus wegen Unfall

Fahrfehler: Zwei Biker stoßen zusammen

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Der Hubschrauber Christoph brachte den Schwerverletzten ins Murnauer Unfallkrankenhaus.

Es war ein kapitaler Fahrfehler eines jungen Motorradfahrers, der am Samstagnachmittag am Sylvensteinsee zu einem schweren Unfall mit einem weiteren Biker führte.

Fall – Der 20-jährige Münchner hatte mit seinem Spezl (19) einen Ausflug in die Eng gemacht. Beide waren mit KTM-Maschinen unterwegs und waren gegen 14 Uhr auf der Bundesstraße 307 wieder auf dem Heimweg. Sie unterschätzten laut Polizei die erste Rechtskurve nach der Sylvensteinbrücke, die zunehmend enger wird. Beide gerieten auf die Gegenfahrbahn. Der 19-Jährige konnte noch etwas korrigieren, und ein entgegenkommender 31-jähriger BMW-Fahrer aus Geretsried nach rechts ausweichen. Der 20-jährige Münchner hingegen, der folgte, war so weit nach links geraten, dass ein 28-jähriger Geretsrieder, der seinem Bruder auf einer BMW gefolgt war, nicht mehr genug ausweichen konnte. 

Die Motorräder berührten sich an den Lenkern. Beim Sturz prallte der Geretsrieder gegen den Randstein und die Mauer eines Wasserdurchlasses. Er wurde nach der notärztlichen Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber Christoph in die Unfallklinik Murnau geflogen. Der Unfallverursacher wurde leicht verletzt ins Tölzer Krankenhaus gebracht. 

Wie sich herausstellte, hatte der Münchner zuvor getrunken. Ein Alkotest ergab 0,34 Promille. Die Blutentnahme wurde veranlasst. An der KTM entstand 3000, an der BMW 5000 Euro Schaden. 

Die Bundesstraße musste laut Kommandant Christian Eberl von der Feuerwehr Fall etwa eine Stunde zur Gänze gesperrt werden, da der Hubschrauber nur auf der Brücke landen konnte. Die Verkehrsregelung übernahm die Feuerwehr, die mit zehn Mann im Einsatz war. Es kam zu langen Staus. Das führte, berichtet Eberl, zu einigen Diskussionen mit verärgerten Autofahrern vor allem im hinteren Bereich der Schlange, die das Warten gar nicht einsehen wollten. Eberls Appell: „Ein bisschen mehr Einsicht wäre schon hilfreich. Diskussionen können wir in solchen Momenten, wo’s schnell gehen muss, gar nicht brauchen.“ Die Wehr übernahm auch die Fahrbahnreinigung. 

chs

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