VonChristiane Mühlbauerschließen
Die Faschingsnarren schwingen derzeit in Benediktbeuern und Bichl das Zepter. Die Vorbereitungen für die großen Faschingszüge sind angelaufen.
Benediktbeuern/Bichl – „Es ist sehr gut angelaufen. Alle Bälle waren bislang ausverkauft“, berichtet Benedikt Deiser, Vorstand des Bichler Maschkeravereins. Im Gasthof „Bayerischer Löwe“ ist seit wenigen Monaten ein neuer Pächter. „Die Zusammenarbeit läuft sehr gut. So gut war sie ehrlich gesagt schon lange nicht mehr“, freut sich Deiser. Wenn der Saal oben voll sei, biete der Wirt den Gästen im Erdgeschoss eine Bar an, und für Wartende draußen gebe es warme Getränke. Das Motto in Bichl lautet heuer „Après Ski und Hüttengaudi“. Kostümtrends sind laut Deiser Skifahrer und Eisbären, „aber es hat sich sogar schon eine ganze Gruppe als Bergsteiger verkleidet“. Auch Piraten werden oft gesehen. „Aber dieses Kostüme sind eigentlich immer sehr beliebt.“
In Benediktbeuern sind dagegen Bademantel und Bikini angesagt – am „Beira Playa“, also am Beurer Strand, ist es schließlich heiß. Nach dem großen Gardetreffen Ende Januar fand im Klosterdorf am 2. Februar der erste Ball statt, diesen Samstag folgt der „BallerBalla-Boi“. Weil das Gasthof Post bekanntlich ohne Pächter ist, wird die Bewirtung der Gäste von Ehrenamtlichen gestemmt. „Das funktioniert super“, sagt Bernd Schöpf, Vorstand der Beira Maschkera. Nach wie vor gebe es Interessenten für den Gasthof. Er hofft, dass im Frühjahr ein neuer Wirt feststeht. Unterstützung gibt’s derweil vom Team der „Jägerstubn“ um Peter Sinseder.
In Bichl steigt an diesem Samstag der „Auffe auf’n Boi und obe mit de Ski-Boi“. Wie immer ist ein Sicherheitsteam vor Ort, um auf den reibungslosen Ablauf zu achten. Die Bichler Maschkera arbeiten seit zwei Jahren mit einem Security-Team aus Rosenheim zusammen. „Sie waren auch bei der Festwoche und beim Patronatstag hier. Wir sind sehr zufrieden“, sagt Deiser. Voll des Lobes sind auch die Benediktbeurer über den Sicherheitsdienst – dieser wird vom Tölzer Peter Frech und seinem Team übernommen.
Am 22. Februar treffen sich die Bichler zur Wagenbauer-Versammlung. Dabei wird auch die Zugnummernfolge ausgelost. Faschingszug ist am Sonntag, 3. März. „Mal schauen, was bis dahin der Winter macht und wie es mit dem Schnee aussieht“, sagt Deiser. Ein, zwei Teilnehmer hätten schon mit dem Wagenbau begonnen, „aber die meisten starten erst ein bis zwei Wochen vor dem Zug.“
Ähnlich sieht es in Benediktbeuern aus. Hier ist der große Zug am Faschingsdienstag, 5. März. „Wir haben bis jetzt acht oder neun Wagenanmeldungen plus Fußvolk“, berichtet Schöpf.
Die Themen, so lassen beide schon durchblicken, werden sich heuer unter anderem um Bienen, Schnee und Datenschutz drehen – und natürlich ums Nachbardorf.
