Kreisbrandrat Karl Murböck, Kreisbrandinspektor Nord Christian Sydoriak und Josef Limm, der 25 Jahre Kreisbrandmeister in Münsing war, sind in jüngerer Zeit aus ihren Ämtern ausgeschieden und wurden nun mit einem Festakt im Tölzer Kurhaus verabschiedet.
Bad Tölz – Früher wechselten die Bediensteten in der Landwirtschaft am Lichtmesstag zu einem neuen Arbeitgeber. Mehrere Wechsel anderer Art waren zu Mariä Lichtmess am Samstag Anlass für eine Feierstunde im Landratsamt: Kreisbrandrat Karl Murböck, Kreisbrandinspektor Nord Christian Sydoriak und Josef Limm, der 25 Jahre Kreisbrandmeister in Münsing war, sind in jüngerer Zeit aus ihren Ämtern ausgeschieden und wurden verabschiedet.
Landrat Josef Niedermaier äußerte viel Verständnis für die Situation der jeweiligen Ehefrauen, wenn die Männer nun öfter zuhause seien. Deshalb schenkte er Murböck, der 18 Jahre als oberster Feuerwehrler für 128 000 Landkreisbürger tätig war, Limm, Sydoriak sowie dessen bereits ein Jahr zuvor verabschiedeten Kollegen im Süden, Hermann John, je eine Einkaufstasche. Darin konnten sie nicht nur die Geschenke des Festabends nach Hause tragen, sondern sie sollten auch dazu dienen, ihre Zeit nun sinnvoll im Haushalt einzubringen.
Vor rund 200 geladenen Gästen nahmen der neue Kreisbrandrat Alfred Schmeide sowie die beiden aktuellen Kreisbrandinspektoren Wolfgang Stahl (Bad Tölz) und Erich Zengerle (Egling) eine besondere Ehrung vor. Sie ernannten Murböck zum Ehren-Kreisbrandrat sowie Sydoriak und Limm zum Ehrenkreisbrandinspektor beziehungsweise Ehren-Kreisbrandmeister.
Murböck, Sydoriak und John, die Niedermaier als Feuerwehr-Dreigestirn durchaus unterschiedlicher Typen bezeichnete, erhielten außerdem Geschenke von der Wasserwacht und vom Roten Kreuz. Dessen Kreisgeschäftsführer Andreas Schäfer überreichte Murböck zudem die BRK-Ehrenplakette in Silber. Auch die Feuerwehrkameraden aus Schwaz in Tirol bedankten sich bei Murböck für die gute Zusammenarbeit. Schließlich überreichte Bürgermeistersprecher Michael Grasl aus Münsing im Namen seiner 20 Landkreis-Kollegen Reisegutscheine an die Jubilare. Vom Tölzer Polizeichef Bernhard Gigl bekamen die Verabschiedeten schöne Pensionistenkrügerl.
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Murböcks Nachfolger Schmeide zeigte in seiner Ansprache die Gemeinsamkeiten zwischen ihm und Murböck auf – bei stammen aus Lenggries –, stellte aber auch die Veränderungen heraus, die in Murböcks 18 Jahren Dienstzeit vonstattengegangen waren. So werde die Feuerwehr nicht mehr über die Polizei, sondern über die Integrierte Leitstelle Weilheim alarmiert, und es wurde von Analog- auf Digitalfunk umgerüstet. Was unter Murböcks Verantwortung alles geleistet wurde, sei unmöglich aufzuzählen. Schmeides Fazit: „Karl hat es hervorragend gemacht!“ Für die Zukunft wünsche er sich: „Es ist besser, miteinander zu reden als übereinander.“
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Murböck dankte in erster Linie seiner Ehefrau Barbara und wählte das Symbol des Schlüssels für seine Abschiedsrede. Er hoffe, dass für ihn, obwohl er den Generalschlüssel nun abgeben musste, doch noch die eine oder andere Tür in der großen Feuerwehrfamilie offen stehe. Im Sommer werde er auch als Lehrer in Ruhestand gehen. Bedauern äußerte er darüber, dass er seinen knallroten Feuerwehr-Dienstwagen abgeben musste und ihm nun die Kinder am Straßenrand nicht mehr zuwinken.
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Schon zuvor war der Humor nicht zu kurz gekommen, als Heidi Gantner und Annelies Mayer vom Landratsamt Murböck in ihren Gstanzln so manche zu eilige Fahrt ohne Blaulicht vorhielten.
Karl Bock