VonFelix Herzschließen
In München musste die Polizei am Mittag zu einem Großeinsatz ausrücken. Klimaaktivisten hatten sich die BlackRock-Gebäude am Lenbachplatz zum Ziel genommen.
München – Die Nachrichten von Protestaktionen, die Klimaaktivisten durchführen, häufen sich in diesen Wochen. Um auf die Folgen des Klimawandels hinzuweisen und das zögerliche oder profitorientierte Handeln der Politik anzuprangern, bewerfen die Aktivisten berühmte Gemälde mit Kartoffelbrei, blockieren die Straßen wichtiger Verkehrsrouten und kleben sich in Autohäusern am Boden fest. In München gab es am Dienstagmittag (25. Oktober) eine solche Protestaktion – mitten in der Stadt.
München: „Braune Substanz“ und festgeklebt – Klimaaktivisten lösen Polizeieinsatz bei BlackRock aus
Laut Pressemitteilung der Münchner Polizei hatten die Klimaaktivisten die Eingangstüre eines Gebäudes am Lenbachplatz sowie Teile des Innenbereichs mit einer „unbekannten braunen Substanz“ beschmiert. Später stellte sich heraus, dass es sich dabei um Kunstöl handelte, eine schnelle Recherche zeigt außerdem, dass das betroffene Gebäude eine Niederlassung der Investmentgesellschaft BlackRock ist.
Die „politische Aktion von Klimaaktivisten“, wie es die Polizei nennt, hatte einen größeren Polizeieinsatz zur Folge. Etwa 60 Beamte rückten zum Ort des Geschehens an und lösten das Geschehen auf. 14 der 20 Teilnehmer an der Aktion hatten sich zudem mittels Kleber an Gebäudeteile im Innen- und Außenbereich geklebt. Die Polizei löste diese und erteilte den Versammlungsteilnehmern ein Platzverweis.
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Polizei löst Klima-Protest auf – Ermittlungen folgen
Bei dem Klimaprotest waren Aktivisten von Scientist Rebellion und Debt for Climate beteiligt. Die Polizei führte beim Einsatz zudem eine Identitätsfeststellung durch und verwies die Aktivisten auf eine Grünfläche in der Nähe, zu einer „alternativen Versammlungsörtlichkeit“. Im Anschluss wird nun wegen des Nichtanzeigen seiner Versammlung, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch ermittelt. (fhz)
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