Ersatzfahrzeug in Deutschland nicht mehr erhältlich

Feuerwehr Rottach: Der alte Pinzgauer muss zur Generalüberholung

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Eine erste Spende für die Sanierung des Pinzgauers in Höhe von 500 Euro hat die Feuerwehr von Wolfgang Miller (M.) von der gleichnamigen Zimmerei erhalten. Der Oberacher Zugführer Markus Lamm (l.) und Erwin Köhler, Zweiter Zugführer und Kassier der Wehr, nahmen den Betrag dankend entgegen.
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Der Pinzgauer der Feuerwehr Rottach-Egern ist in die Jahre gekommen - das Spezialfahrzeug braucht dringend eine Generalüberholung. Der Zugführer aus Oberach erklärt, warum das Gefährt so wichtig ist.

Rottach-Egern – Wenn die Feuerwehr Rottach-Egern in schwer zugängliches Gelände vordringen muss, kommt der Pinzgauer zum Einsatz. Das Spezialfahrzeug ist Bestandteil des Zugs Oberach, wo es auch stationiert ist. Demnächst allerdings wird der Pinzgauer auf Reisen gehen, um sich einer Komplettsanierung zu unterziehen. Schließlich wurde das Fahrzeug schon 1995 in Dienst gestellt – missen möchte es Zugführer Markus Lamm aber auf keinen Fall.

„Ein Ersatzfahrzeug für dieses Modell wird auf dem europäischen Markt nicht mehr angeboten“, erklärt Lamm. Daher habe sich die Feuerwehr Rottach-Egern entschieden, den betagten Pinzgauer wieder herrichten zu lassen. Die Kosten dafür liegen im oberen fünfstelligen Bereich. „Das Fahrzeug wird bis auf die letzte Schraube auseinander gebaut und seht hinterher wieder da wie neu“, erklärt der Zugführer aus Oberach.

Rund fünf Monate wird die Generalüberholung dauern. Bürgermeister Christian Köck und die Zugführer werden den Pinzgauer persönlich zur Sanierung nach Graz in Österreich bringen. Die Gemeinde trägt schließlich die Hauptlast der Reparatur. Um diese stemmen zu können, hoffen Feuerwehr und Kommune auch auf die Unterstützung durch die Bevölkerung. Die Zimmerei Miller hat als erster Spender bereits 500 Euro beigetragen.

Verzichten will die Rottacher Feuerwehr auf das Spezialfahrzeug mit dem Rufnamen „Florian Rottach-Egern 44/1“ jedenfalls nicht. Das Allrad-Fahrzeug ist unter anderem mit einer Tragkraftspritze und im Frontbereich mit einer fest installierten Seilwinde ausgestattet. Es dient in erster Linie zur Brandbekämpfung in schwierigem Gelände wie Berg- und Almgebieten. Ähnliche Fahrzeuge nutzen auch die Einsatzkräfte der Bergwacht. „Im Tegernseer Tal ist unser Pinzgauer einzigartig“, betont Lamm.

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