VonHelga Zagermannschließen
Feuerwehrkommandant Jörg Sändig (Dorfgemeinschaft Hattenhofen) setzt sich in der Bürgermeisterwahl deutlich gegen seinen Herausforderer Thomas Waldleitner (UWG) durch.
Jörg Sändig von der Wählergruppe Dorfgemeinschaft (DG) ist der neue Bürgermeister von Hattenhofen. Der 57-Jährige erfährt kurz vor 19 Uhr das Ergebnis der Wahl: Er hat 62,6 Prozent der Stimmen geholt, sein Herausforderer Thomas Waldleitner (Unabhängige Wählergemeinschaft/UWG Haspelmoor) dementsprechend 37,4 Prozent.
Er sitze mit Familie, Freunden, Nachbarn und vielen Bürgern im Feuerwehrhaus zusammen, erzählt Sändig am Telefon. Es sei „sehr ergreifend für mich“ , sagt er, dass ihm so viele das Vertrauen geschenkt hätten – „obwohl ich nicht hier in Hattenhofen geboren bin“. Der Manager für interne Kommunikation und Training lebt aber seit 26 Jahren in der Gemeinde. Sicher habe ihm sein Engagement bei der Feuerwehr mit zum Sieg verholfen – seit fünf Jahren ist er Kommandant. Doch schon davor sei er ehrenamtlich tätig gewesen, unter anderem im Sportverein.
Er habe außerdem ein „Gefühl für das Dorf“, meint er, auch das hätten die Wähler wohl honoriert. Denn Hattenhofen sei zu erhaltender ländlicher Raum, da brauche es keine Stadtpolitik.
Er freue sich jetzt auf die neue Aufgabe, sagt der zweifache Vater. Er könne erahnen, was an Arbeit auf ihn zukomme. Schließlich habe er auch in der Feuerwehr vieles angestoßen und aufgebaut. Daher wisse er: „Ich kann das stemmen.“
Im Wahlkampf hatte Sändig als seine drei Schwerpunktthemen genannt: einen Ortsentwicklungsplan für alle, eine bessere Kommunikation und die Stärkung der Ortsvereine.
Enttäuschung bei Thomas Waldleitner (UWG). Er wäre gerne Nachfolger des aus Altersgründen nicht mehr antretenden Bürgermeisters Franz Robeller (UWG) geworden.
Der 61-jährige Landwirt und Agrartechniker Waldleitner sagt, er habe sich ein besseres Ergebnis gewünscht. Schließlich sei er „seit 40 Jahren engagiert im Ort“. Natürlich werde er sich weiter einsetzen, unter anderem im Gemeinderat. Bis 2020 hatte er bereits zwölf Jahre lang in dem Gremium gesessen, allerdings für die Wählergruppe Dorfgemeinschaft.
Nun müsse er aber erst einmal die Niederlage verdauen, sagt Waldleitner abschließend. Wichtig ist ihm an diesem Wahlabend primär noch eines: „Ich fahre jetzt zu Jörg Sändig und gratuliere ihm.“
