Gemeinderat und FC-Finsing-Vorsitzender Dieter Heilmair hat sich entschieden: Er kandidiert bei der CSU für das Bürgermeisteramt.
Neufinsing – Der dritte Bürgermeister-Kandidat in der Gemeinde Finsing steht fest: Nach Gertrud Eichinger (SPD) und Amtsinhaber Max Kressirer (WG Eicherloh/Finsingermoos) hat jetzt auch die CSU ihren Bewerber vorgestellt: Dieter Heilmair.
Schon lange kursierten Gerüchte über eine Kandidatur des 45-jährigen Gemeinderats und Vorsitzenden des FC Finsing. Am Mittwochabend ließ Heilmair die Katze aus dem Sack. Eigentlich hatte die Veranstaltung die offizielle CSU-Aufstellungsversammlung sein sollen. Wegen nicht eingehaltener Fristen, wie Ortsvorsitzender Robert Schönhofen erklärte, wurde sie zu einer Vorstellungsversammlung der Kandidaten umfunktioniert.
„Keine Entscheidung, die man im Vorbeigehen trifft“
Die Gelegenheit nutzte Heilmair, um Klarheit zu schaffen. Ihm sei bewusst, dass er „in der letzten Zeit einige hingehalten habe“, sagte er. Es handle sich jedoch um „keine Entscheidung, die man im Vorbeigehen trifft“. Die Bürgermeister-Kandidatur bezeichnete der Inhaber einer Personal- und Managementberatung als „in vielen Themen reizvoll“. Er sei generell eine Persönlichkeit, die gerne gestalte und entwickle.
Er habe in den vergangenen Jahren nicht nur im Gemeinderat, sondern auch durch seinen beruflichen Werdegang – Heilmair hatte in der Bank und anschließend in der freien Wirtschaft im Bereich Unternehmensfinanzierung gearbeitet – sowie sein Engagement als FCF-Vorsitzender und als Aufsichtsratsmitglied der Pflegestern GmbH vielfältige Erfahrung mit Menschen und deren Individualität sammeln dürfen. Der Mensch sei es auch, der im Mittelpunkt stehen müsse.
Kein Chef, sondern Führungskraft
Durch seine berufliche Erfahrung, die Tätigkeit im Gemeinderat und das Großbauprojekt des neuen Sportgeländes, das er als FCF-Vorsitzender betreut, fühle er sich durchaus befähigt, als Führungskraft der Gemeinde, nicht als Chef, wie er betonte, aktiv zu sein. Die Devise des dreifachen Vaters: „Wir können gemeinsam mehr reißen als alleine.“ Dementsprechend präsentierte die CSU eine Liste ihrer potenziellen Gemeinderatskandidaten.
Konkrete Themen sollen in der Aufstellungsversammlung genannt werden, die am Sonntag, 8. Dezember, ab 11 Uhr im alten Maibaumstüberl in Finsing stattfinden wird.
Bürgermeisterkandidaten sehr unterschiedlich
Heilmair ist überzeugt, dass es nicht „darum gehen wird, was wir machen, sondern wie wir es machen“. Auch andere Kandidaten sollten wertgeschätzt, Ziele gemeinsam entwickelt werden, so sein Credo. Dabei sieht sich der Neufinsinger als „Wahlmöglichkeit für die Bürger“, denn auf die Persönlichkeit bezogen, seien er, Kressirer und Eichinger sehr unterschiedlich.
Der CSU-Empfehlung zufolge würde sich die Kandidatenliste wie folgt zusammensetzen: Dieter Heilmair, Julia Manu (Vorsitzende der Frauenunion Finsing), Robert Schönhofen (Ortsvorsitzender und Gemeinderat), Martin Hagn (Gemeinderat), Johann Huber, Florian Körner, Steffi Lammer, Josef Weber, Daniela Greiner, Peter Körner, Jaqueline Hübner, Richard Pils, Sophia Lauton, Jürgen Maier, Hubert Hölzl und Richard Schätzl.
Ulrike Scharf: „Politik ist in der Kommune am spürbarsten“
Gastrednerin Ulrike Scharf (MdL) betonte: „Verantwortung zu übernehmen, ist heute nicht mehr selbstverständlich. Man wird zunehmend angefeindet, wenn man sich öffentlich engagiert und Entscheidungen trifft.“ Dabei sei das Engagement in der Kommunalpolitik extrem wichtig, denn „die Politik ist in der Kommune am spürbarsten“, erklärte sie.
Mit der Vorstellungsversammlung habe die CSU die Weichen gestellt für ein Team, „das Verantwortung für die Heimat übernehmen will“. Besonders lobte Scharf den starken Frauenanteil, der der Frauenunion Finsing, die es seit fünf Jahren gibt, zu verdanken sei.
Julia Adam