VonHans Moritzschließen
Die Nachricht schlug in der Luftfahrtbranche ein wie eine Bombe: 2021 wird der europäische Flugzeugbauer Airbus die Produktion des A 380 einstellen. Wie sehen die Auswirkungen auf München aus?
Flughafen München - Das Genick gebrochen hat dem A 380 die Fluggesellschaft Emirates, die als größter Kunde keine neuen Maschinen dieses Typs abnehmen will.
Welche Folgen hat die Entscheidung von Airbus für den Münchner Flughafen? „Zunächst einmal gar keine“, stellt FMG-Sprecher Edgar Engert im Gespräch mit unserer Zeitung fest. „Wir gehen davon aus, dass der A 380 noch mindestens die nächsten 20 bis 40 Jahre in der Luft sein wird.“ Damit werde auch die Infrastruktur an den beiden Terminals so lange erforderlich sein.
Am Terminal 1 gibt es nach den Worten Engerts eine Abstellposition mit drei Fluggastbrücken direkt am Gebäude. Hinzu kommen zwei weitere auf dem Vorfeld. Am Terminal 1 dockt Emirates an, die die Strecke München-Dubai dreimal täglich mit dem Riesenflieger bedient.
A380: Größter Airbus hat in München eine Zukunft
Das Terminal 1 soll nun um einen Pier erweitert werden. „Auch dort bleibt es bei der geplanten Abstellposition“, so Engert. Darüber hinaus besteht die Option für vier weitere Plätze auf dem Vorfeld.
Auch das Terminal 2, das von der Lufthansa und ihren Star-Alliance-Partnern genutzt wird, bleibt laut Engert A 380-tauglich. Am Hauptgebäude kann eine Maschine andocken, am vorgelagerten Satelliten drei. Hinzu kommt eine Außenposition.
Airbus A380: Produktion eingestellt - Müssen tausende Mitarbeiter um ihren Job bangen?
Genutzt werden sie ausschließlich von der Lufthansa, die fünf A 380 im Erdinger Moos stationiert hat. Zudem bestehen Planungen, weitere Maschinen von Frankfurt nach München zu verlegen.
Der Münchner Flughafen ist übrigens einer von gerade einmal vier A 380-tauglichen Airports in Europa – neben London, Paris und Frankfurt. Der erste Airbus A 380 ist übrigens am 28. März 2007 am Moos-Airport gelandet.
