Neue Wetter-Warnungen für Bayern: Erst klirrend kalt, dann folgen die nächsten Schneefälle
VonLucas Sauter Orengo
schließen
Nichts ging mehr: Der historische Schneefall in Bayern legte weite Teile des Freistaats lahm. Nach den Niederschlägen folgt jetzt strenger Frost.
Update 4. Dezember, 7.04 Uhr: Nach dem heftigen Schneefall am Wochenende können sich die Menschen in Bayern auf etwas weniger weiße Flocken einstellen. Am Montag warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) noch vor strengem Frost. Der Tag in München begann mit 12 Grad unter Null.
In der Nacht zum Dienstag ist auch noch Vorsicht angesagt: Gebietsweise kann es zu gefrierendem Regen kommen. Tagsüber erwartet der DWD etwas Schnee oder Regen bei milderen plus eins bis sechs Grad. Auch am Mittwoch kann es häufiger noch schneien oder regnen. Die Höchstwerte liegen dabei zwischen einem und fünf Grad. Der Donnerstag zeigt sich dann zunächst stark bewölkt und teilweise trüb, was im Tagesverlauf auflockern soll.
Historischer Winter-Einbruch in Bayern: Neue Warnungen für beinahe den ganzen Freistaat herausgegeben
Ursprungsmeldung:
München - Zunächst deutete wenig bis nichts darauf hin. Freitagmittag (1. Dezember) zeigten sämtliche Wetter-Stationen zwar Frost und leichten Schneefall an - dass in Kürze ein historisches Wetter-Ereignis über Südbayern einbrechen würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt jedoch kaum jemand.
Dann, gegen Nachmittag, stellte der Deutsche Wetterdienst seine Warnkarte schlagartig auf rot: Unwetterwarnung vor starkem Schneefall, im gesamten Süden des Freistaats. Kurze Zeit später wanderte die Warnkarte dann auch über München, wo es am späteren Nachmittag anfangen sollte, in selten gesehenen Ausmaßen zu schneien.
Binnen weniger Stunden zeigte sich dann, dass das Ausmaß des Wintereinbruchs gewaltige Folgen mit sich bringen sollte. Noch am Abend wurden sämtliche Flüge am Münchner Airport annulliert, in der Nacht stellte der MVV seinen Betrieb ein, kurze Zeit später sollte dann der Hauptbahnhof dicht machen. Über den Samstag war dann klar: Die Landeshauptstadt hat einen neuen Dezember-Rekord gebrochen: Mit 45 Zentimetern Schnee war der bisherige Rekord aus den 30er-Jahren übertroffen. Bittere Folgen hatte der Schneefall für viele Regionen in Ober- und Ostbayern, wo es zu Stromausfällen in tausenden Haushalten kam.
Heftige Schneefälle verwandeln München in Winter Wonderland: Bilder zeigen das Ausmaß
Nach massivem Winter-Einbruch in Bayern: Erneut mehrere Warnungen herausgegeben
Erst am frühen Samstagabend erbarmte sich Petrus, die historischen Schneefälle stellten sich langsam ein. Der in Schneemassen versunkene Süden Bayerns sollte sich über Nacht dann in eine Winterlandschaft verwandeln, als eine eisige Nacht über die Region hereinbrach. Klarer Himmel und Sonnenschein am Sonntag brachten dann etwa in München tausende Menschen an die frische Luft, um bei einem Spaziergang oder beim Rodeln die außergewöhnliche Landschaft zu genießen, wie etwa an der Theresienwiese. Doch: Die markante Witterung soll aber auch zum Start in die neue Woche anhalten. Der Deutsche Wetterdienst hat erneut mehrere Warnungen herausgegeben.
So wird im gesamten Freistaat - mit Ausnahme vom westlichen Unter- und Mittelfranken, vor „strengem Frost“ gewarnt. Bis zu minus zehn Grad werden im gesamten Rest Bayerns in der Nacht auf Montag erwartet, in „Tal- und Muldenlagen“ kann das Thermometer dann auf bis zu minus vierzehn Grad sinken. Somit ist weiterhin große Vorsicht geboten, Straßen und Fußwege sind glatt, Autofahrten gilt es auch weiterhin nur dann auf sich zu nehmen, wenn es nicht anders geht.