VonLukas Schierlingerschließen
Münchner S-Bahn-Pendler müssen am Freitag stark bleiben: Ein flächendeckender Streik könnte ihnen den Weg in die Arbeit erschweren.
Update von Mittwoch, 19. April, 9.10 Uhr: Die EVG hat den bundesweiten Bahnstreik am Freitag, 21. April, bei einer Pressekonferenz bestätigt. Demnach ruft die Gewerkschaft alle Mitglieder auf, ihre Arbeit von 3 Uhr morgens bis 11 Uhr niederzulegen. Neben der Deutschen Bahn betrifft das rund 50 weitere Unternehmen im Schienenverkehr – auch die S-Bahn München.
Zusätzlich streikt am Donnerstag und am Freitag ganztägig der Luftverkehr. Dazu hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Dass Luft- und Schienenverkehr nun gleichzeitig lahm liegen, ist jedoch reiner Zufall. „Da gibt es keine Abstimmung dieses Mal“, sagte EVG-Tarifvorstand Kristian Loroch bei der Pressekonferenz am Mittwoch. Der Flughafen München ist ohnehin nicht von dem Warnstreik betroffen, lediglich die Standorte Düsseldorf, Hamburg und Köln/Bonn.
S-Bahn München von Streik betroffen: EVG kündigt Pressekonferenz an
Erstmeldung, Dienstag, 18. April, 18.33 Uhr: München – Am Freitag (21. April) wird bei der Deutschen Bahn gestreikt – bundesweit. Für München und Nürnberg hat die flächendeckende Arbeitsniederlegung ganz konkrete Folgen. Auch die S-Bahnen in den beiden bayerischen Großstädten sollen betroffen sein, wie der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet.
Die Streiks in Nah- und Fernverkehr sollen von Betriebsbeginn bis 11 Uhr dauern, ihre Folgen bis in den Nachmittag hinein spürbar sein. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor, die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) setzte für den Mittwochvormittag allerdings eine Pressekonferenz an. Die Bahn will sich ebenfalls zeitnah äußern.
EVG fordert zwölf Prozent mehr Lohn – erst Ende März „Mega-Streik“ in München
Arbeitgeber, „die immer noch meinen, die Forderungen der Beschäftigten ignorieren zu können“, müssten weiter unter Druck gesetzt werden, war der Einladung zum EVG-Statement zu entnehmen. Bei den derzeit laufenden Verhandlungen liegen die Gesprächspartner noch weit auseinander: Die EVG fordert zwölf Prozent (bei einer einjährigen Laufzeit) mehr Lohn für ihre Beschäftigten. Ein Angebot der Bahn sieht fünf Prozent mehr und Einmalzahlungen von bis zu 2500 Euro vor.
Erst Ende März hatte ein „Mega-Streik“ die Landeshauptstadt lahmgelegt, betroffen waren auch U-Bahn, Bus und Tram. So lief‘s seinerzeit in München.
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