VonTanja Kipkeschließen
Am Mittwochabend suchten Unwetter mit golfballgroßem Hagel den Freistaat Bayern heim. Auch für Freitag erwartet der DWD Gewitter. Die aktuelle Prognose.
Update vom 6. Juni, 14.45 Uhr: Die Wetterlage in Bayern hat sich verschärft. Für Freitag werden neue Unwetter im Freistaat erwartet. Der DWD warnt in etlichen Kreisen bereits vor Gewittern.
Update vom 6. Juni, 7.15 Uhr: Die Gewitter sind zunächst aus Bayern abgezogen. In den Morgenstunden warnt der Deutsche Wetterdienst im Norden Bayerns vor Windböen. Dabei sind laut den Wetterexperten Böen mit bis zu 65 km/h möglich. Gleichzeitig stehen dem Freistaat neue Gewitter bevor. „Heute ab dem Nachmittag einzelne Gewitter mit stürmischen Böen bis 70 km/h, abends vorübergehend nachlassend“, schreibt der DWD in seiner Wettervorhersage für Bayern. Auch Starkregen sei zu erwarten.
Erneute Gewitter ziehen über Bayern hinweg – mehrere Kreise betroffen
Update vom 5. Juni, 18.50 Uhr: Die Gewitter ziehen Richtung Nord-Osten über den Freistaat hinweg. So schlimm wie gestern ist es nicht, allerdings hat der DWD erneut Warnungen herausgegeben. In folgenden Städten und Kreisen gelten Gewitterwarnungen der Stufe zwei (von vier):
- Neuburg-Schrobenhausen
- Pfaffenhofen a.d. Ilm
- Eichstätt
- Kelheim
- Regensburg
- Neumarkt i.d. OPf.
- Roth
- Amberg-Sulzbach
- Neustadt a.d. Waldnaab
- Tirschenreuth
Die Meteorologen warnen vor Sturmböen und Starkregen in diesen Regionen.
Wetter in Bayern: DWD warnt erneut vor Gewittern
Update vom 5. Juni, 17.30 Uhr: So richtig beruhigt hat sich das Wetter in Bayern heute noch nicht. Das zeigen auch die aktuellen Warnungen, die der Deutsche Wetterdienst für Teile des Freistaats erneut herausgegeben hat. Laut der Meteorologen kann es heute Abend in und um Ansbach, Roth, Weißenburg-Gunzenhausen, Donau-Ries, Neuburg-Schrobenhausen, Dillingen a.d. Donau, Augsburg und Neumarkt i.d. OPf. zu starken Gewittern kommen. Dabei können „Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 km/h sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen um 15 l/m² pro Stunde und kleinkörnigen Hagel“ auftreten.
Erstmeldung vom 5. Juni, 11.08 Uhr: München – Schwere Unwetter zogen am Mittwoch über Teile Bayerns hinweg, richteten jedoch weniger Schäden an als befürchtet. Die Prognose des Deutschen Wetterdiensts (DWD) sei im Kern richtig gewesen, erklärte ein Sprecher der Wetterbehörde. Allerdings räumte er ein: „Es sei jedoch schwierig vorherzusagen, welchen Einfluss Unwetter auf Bahnstrecken, Häuser oder Autos haben können.“
Unwetter-Warnung in Bayern: DWD zieht Bilanz
Nichtsdestotrotz kamen in einigen Regionen golfballgroße Hagelkörner vom Himmel, Bäume stürzten um und Gullys liefen voll. In Langquaid im niederbayerischen Landkreis Kelheim erreichten die Windgeschwindigkeiten laut vorläufigen DWD-Messungen mehr als 100 Kilometer pro Stunde. Die stärksten Niederschläge verzeichneten die Meteorologen in Zwiesel im Landkreis Regen sowie in Regensburg mit jeweils rund 26 Litern pro Quadratmeter.
Beeindruckend fielen die Hagelkörner in der oberbayerischen Gemeinde Schöngeising aus: Mit einem Durchmesser von etwa sieben Zentimetern prasselten sie auf den Landkreis Fürstenfeldbruck nieder. Am Flughafen Memmingen musste ein Urlaubsflieger auf dem Weg nach Italien ungeplant landen, da sich bei Unwetter-Turbulenzen Passagiere verletzt haben. Fluggäste erheben schwere Vorwürfe gegen die Airline.
Der Deutsche Wetterdienst hatte im Vorfeld deutliche Warnungen ausgesprochen. Für Mittwoch prognostizierten die Experten teils schwere Gewitter in weiten Teilen des Freistaats mit extrem großem Hagel von über acht Zentimetern Durchmesser, Orkanböen über 120 Kilometern pro Stunde sowie unwetterartigem Regen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter.
Wettervorhersage für Bayern: Neue Gewitter und Starkregen im Anmarsch
Die Wetterkapriolen in Bayern setzen sich in den nächsten Tagen fort. Heute bleibt es nach Angaben des DWD stark bewölkt, mit einzelnen Schauern. Besonders vom Bayerischen Wald bis ins Allgäu müssen sich die Menschen auf verbreitete Regenfälle einstellen. Vereinzelt seien auch „Gewitter mit Starkregen um 15 L/qm in kurzer Zeit und Windböen bis 60 km/h wahrscheinlich“.
(Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie täglich über alle wichtigen Geschichten aus Bayern. Jetzt nach einer kurzen Registrierung bei unserem Medien-Login USER.ID anmelden.)
Grund sei eine Luftmassengrenze, welche sich diagonal über Bayern erstreckt und feucht-warme, labile Mittelmeerluft im Südosten von kühler Meeresluft im Nordwesten trennt. Zum Wochenende hin verstärkt sich die Unbeständigkeit – der DWD-Sprecher kündigt stürmisches Wetter bei anhaltender starker Bewölkung und Regen an.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Screenshot wetteronline.de

