VonVolker Ufertingerschließen
Es wieder soweit: Am Sonntag vor Ostern feiern Christen traditionell den Palmsonntag. Aber was der Palmsonntag eigentlich mit Palmen zu tun? Pfarrer Florian Gruber verrät es.
Wolfratshausen – Der Winter ist noch gar nicht vorbei, da heißt ein Tag plötzlich Palmsonntag. Das erinnert an Strand und Urlaub. Dabei hat es mit dem letzten Sonntag vor Ostern eine ganz andere Bewandtnis. Welche – das verrät der evangelische Pfarrer Florian Gruber. „Der Name Palmsonntag nimmt das Sonntagsthema vom Einzug Jesu in Jerusalem auf. In den Evangelien heißt es, dass Jesus von einer jubelnden Menschenmenge mit Palmzweigen begrüßt wurde. Das war sicher eine Provokation der römischen Besatzungsmacht, weil die Palmzweige vor Jesus als Symbol königlicher Macht galten. Andererseits heißt es, dass Jesus auf einem Esel in die Stadt reitet, der ein Zeichen für seine Friedensbotschaft darstellt. Denn welcher Machtmensch würde auf einem Esel reiten?
Prozessionen, wie sie in der katholischen Tradition verbreitet sind, gibt es in der evangelischen Kirche nicht. Für Familiengottesdienste wird mancherorts ein echter Esel eingesetzt; doch das führt manchmal auch zu Problemen, weil Esel bekanntermaßen ihren eigenen Willen haben … Als Palmesel gilt im Übrigen am Palmsonntag traditionell derjenige, der morgens als letzter aufsteht. In diesem Jahr eine besondere Gefahr, weil in der Nacht zum Sonntag die Zeit umgestellt wird.“
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