Freilichttheater ab 12. Juli geplant

Der Sommer für Kulturfreunde ist gerettet: Weilheim lädt ins „Teatro Coronato“

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Am genauen Spielplan wird noch gebastelt. Doch der Sommer scheint für Kulturfreunde in Weilheim gerettet. 26 Theater-Abende sind von 12. Juli bis Anfang September auf einer kleinen Freilichtbühne an der großen Hochlandhalle geplant. Motto: „Teatro Coronato“.

Weilheim – Eine Krise kann lähmen. Oder sie macht kreativ. Für Andreas Arneth, den Leiter des Weilheimer Stadttheaters, gilt offenbar Letzteres. Wie berichtet, will der Bühnenbildner und Theatermacher für diesen Corona-Sommer eine Freilichtbühne im Hof neben der großen Hochlandhalle aufbauen. Jetzt stehen die Eckdaten fest, und es gibt auch einen originellen Namen – den sich Arneth vorsichtshalber gleich mal schützen lässt: Im „Teatro Coronato“ sollen von 12. Juli bis Anfang September 26 Vorstellungen stattfinden. Rund 30 bis 50 Zuschauer können jeweils dabei sein.

Das Stadttheater geht also an die frische Luft. „Wenn alles klappt, die Verordnungen der Behörden es erlauben und der Sommer kommt, dann kann alles recht schön werden in dem kleinen ,Teatro Coronato’ in Weilheim“, freut sich Arneth. Auch Bewirtung (mit Selbstbedienung) soll es geben, bereitet von der Familie Drexl, den Wirten der Stadthalle.

Zwei Eigenproduktionen und mehrere Gastspiele

Ehe er den genauen Spielplan bekannt gibt, will der Theater-Chef noch die neuesten Verordnungen der Staatsregierung abwarten. Geplant sind zwei Komödien in Eigenproduktion sowie mehrere Gastspiele – welche, das verrät Arneth vorerst aber nur verklausuliert:
- „ein musikalisches Stück mit Hasen (für Groß und Klein“);
- „ein äußerst witziges Einpersonenstück mit einer Beschäftigten des öffentlichen Theaterbetriebes“;
- „eine Einakter-Komödie von Anton Tschechow“;
- „ein bayerischer Blick auf das berühmteste Gangsterpaar Amerikas“;
- „eine kleine musikalisch-literarische Revue, die so richtig zur derzeitigen Katastrophe passt“;
- sowie „endlich einmal ein etwas lustigerer literarischer Blick auf den Tod, bei dem die Gitarre jedenfalls nicht still sein wird“.

Auch Kabarett ist geboten

Gitarren und andere Zupfinstrumente werden Arneth zufolge übrigens „mehrmals für schöne Abende sorgen“. Und auch Kabarett werde im Programm nicht fehlen. Die Eigenproduktionen will man jeweils an mehreren Abenden anbieten, den Großteil der Gastspiele in Doppelvorstellungen. Platzreservierungen werden nur online und telefonisch möglich sein. Den genauen Spielplan, die Modalitäten für die Reservierung und die „Maßnahmen zur Einhaltung der Infektionsschutzgesetze“ wird Arneth Ende Juni bekannt geben.

„Teatro Coronato“, so sinniert der Organisator, „das könnte heißen: Theater mit der Krone auf dem Kopf oder bekröntes Theater, oder sogar (von Erfolg) gekröntes Theater.“ Und eines steht für ihn schon mal fest: „Wir alle brauchen das jetzt!“

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