Scheune in Flammen

Nach Großfeuer bei Freising: Polizei macht grausigen Fund in Brandruine

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Verheerendes Feuer: Erst am Samstagabend machten sie den grausigen Fund.
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Nach dem Scheunenbrand in Attaching bei Freising macht die Polizei am Samstag einen grausigen Fund. Die Kripo ermittelt.

Update 31. Dezember, 10.30 Uhr: Nachdem in Attaching bei Freising eine Scheune in Brand geraten war, rätselt die Polizei weiter über die Identität der dort gefundenen Leiche. Voraussichtlich am Mittwoch werde die Obduktion stattfinden, sagte ein Polizeisprecher am Montag der dpa. Danach wisse man hoffentlich mehr.

Am Brandort wurden Gaskartuschen gefunden. Ob sie in einem Zusammenhang mit dem Ausbruch des Feuers stehen, prüfen Brandermittler. Mit einem Ergebnis sei ebenfalls frühestens nach Neujahr zu rechnen, sagte der Sprecher.

Großfeuer bei Freising: Polizei macht grausigen Fund in Brandruine

Freising/Attaching – Noch am Morgen nach dem Unglück gab die Polizei Freising zumindest in einem Punkt Entwarnung: Bei dem Großbrand einer Scheune in Attaching sei keine Person zu Tode gekommen. Die zwei Obdachlosen, die dort mit Wissen des 82-jährigen Gebäude-Besitzers regelmäßig übernachteten, hätten sich nach genauer Durchsuchung nicht im Gebäude befunden. Doch damit lagen die Ermittler wohl  falsch.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Sonntag mitteilten, setzten Trupps, bestehend aus Polizei, Feuerwehr- und THW-Kräften, die Suche am späten Samstagnachmittag fort. Mit dabei hatten sie einen Leichenspürhund. Der Brandschutt war inzwischen abgekühlt und erleichterte die Aufgabe. Dabei wurden die schlimmsten Befürchtungen von der vorangegangen Nacht zur Gewissheit: Die Suchtrupps stießen auf eine Leiche in der Brandruine.

Identität des Toten muss noch geklärt werden

Die Scheune an der Raiffeisenstraße in Attaching war am Freitagabend kurz nach 18 Uhr in Brand geraten. Kunden des in unmittelbarer Nähe liegenden Fachmarktzentrums hatten Alarm geschlagen. Rund 75 Feuerwehrkräfte bekämpften daraufhin – teilweise unter Atemschutz – die Flammen. Sie brachten den Brand zwar bald unter Kontrolle, konnten die Scheune aber nicht mehr retten. 

Ob es sich bei der toten Person tatsächlich um einen der beiden Obdachlosen handelt, lässt die Polizei noch offen. Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft, die Identität des Opfers in den kommenden Tagen mit Hilfe von kriminaltechnischen und rechtsmedizinischen Untersuchungen zu klären.

Ermittler finden Gaskartusche in den Trümmern

Auch was das Feuer ausgelöst hat, ist nach Angaben der Polizei noch nicht eindeutig geklärt. Möglicherweise ist jedoch eine im Schutt entdeckte Gaskartusche die Brandursache. Der Schaden an der Scheune, in der unter anderem Baumaterialien und Gerüstteile gelagert waren, beziffern die Ermittler mit zirka 30 000 Euro. Die am Samstag nach Einbruch der Dunkelheit unterbrochene Untersuchung des Brandorts setzte die Kripo mit Unterstützung des THW am Sonntag fort.

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