„Eine Frechheit“

Polizei warnt vor Leichtsinnigkeit: Dreiste Lotterie-Betrüger treiben ihr Unwesen

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Betrüger versuchen derzeit am Telefon, Bürgern mit Lotterie-Lügen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
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Dreiste Masche: Betrüger versuchen derzeit in Freising, Bürgern mit Lotterie-Lügen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Polizei gibt wichtige Hinweise.

Freising – „Es ist eine Frechheit, dass der Gesetzgeber so etwas nicht verhindern kann.“ Zutiefst verärgert war ein Tagblatt-Leser aus Freising nach dem Anruf eines dreisten Telefonbetrügers.

Der Mann hatte sich als Mitarbeiter der „Staatlichen Lotterie“ ausgegeben und dem Freisinger vorgehalten, er habe vor vor vier Monaten ein Lotterie-Abonnement abgeschlossen und sei nun in Verzug geraten. Er habe nämlich die Kündigungsfrist versäumt, und nun laufe das Abonnement noch ein Jahr weiter. Falls er aber gleich 68 Euro überweise, lasse sich die Sache noch glimpflich regeln. Dann verlangte der Betrüger die Kontodaten des Freisingers. „Da war mir endgültig klar, dass es sich nicht um eine Verwechslung, sondern um einen dreisten Betrug handelt“, berichtete der Mann dem Tagblatt. Nachdem er dem Anrufer mit der Polizei gedroht hatte, legte der auf. Im Internet entdeckte er dann viele ähnliche Fälle. Der Freisinger erstattete Anzeige bei der Polizeiinspektion Freising.

Dubiose Kanzleien drohen mit Zwangsvollstreckung

Dort ist die Masche hinlänglich bekannt – sogar in mehreren Variationen. „Da gibt es Anrufer, die sich als Lotterie-Mitarbeiter ausgeben“, berichtet Polizeioberrat Ernst Neuner. „Aber auch in schriftlicher Form wird versucht, hier abzuzocken.“ Da werde dann den Empfängern mit Abmahnungen gedroht. „Dubiose Kanzleien“ seien da mitunter im Spiel, so der Chef der PI Freising, und manchmal werde sogar mit Zwangsvollstreckungen gedroht. Neuners Rat: Am Telefon einfach auflegen, die Briefe wegwerfen. „Ignorieren“ sei das Motto bei Betrügereien dieser Art.

Voraussetzung sei allerdings, dass man tatsächlich kein Abo abgeschlossen habe. So etwas vergesse man manchmal. „Dann“, so Neuner, „darf man sich natürlich nicht wundern, wenn man Post bekommt.“

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