VonMagdalena Höcherlschließen
Während des Corona-Lockdowns konzentrierte sich das Leben der meisten Menschen vor allem auf die eigenen vier Wände. Dementsprechend fiel mehr Müll an. Freising bestätigt den deutschlandweiten Trend.
Landkreis – Durch die zunehmenden Lockerungen nimmt das gesellschaftliche Leben wieder Fahrt auf. Doch in den vergangenen drei Monaten konzentrierte sich das Leben der meisten Menschen vor allem auf die eigenen vier Wände. Dementsprechend fiel mehr Müll an. Dieser deutschlandweite Trend ist auch im Landkreis Freising merklich.
„Deutlich steigende Tendenz“
Was den Restmüll aus Halten angeht, spricht Robert Stangl, Pressesprecher des Landratsamts, von einer „deutlich steigenden Tendenz“. Im März seien 2312,52 Tonnen Abfall angefallen, etwa 277 Tonnen mehr als im März 2019. Die April-Zahlen sind ähnlich: Waren es vergangenes Jahr rund 2277, sind es heuer 2448 Tonnen. Der Biomüll sei mit 667 Tonnen im März 2020 etwa konstant zum Vorjahresmonat (679). „Jedoch lässt sich hier im April eine deutliche Steigerung zum Vorjahr feststellen von 745 Tonnen (2019) auf 839 Tonnen in 2020; ebenso lag eine Steigerung für Mai wie folgt vor: Von 726 Tonnen in 2019 zu 951 Tonnen in 2020“, teilt Stangl mit.
Gewerbemüll „spürbar rückläufig“
Laut dem Recyclingunternehmen Der Grüne Punkt hat insbesondere das Kunststoffmüllaufkommen von Privathaushalten durch Corona zugenommen, seit März landeten etwa zehn Prozent mehr Verpackungsabfälle in der gelben Tonne beziehungsweise dem Gelben Sack. Dazu würden im Freisinger Landratsamt keine konkreten Mengen vorliegen, da dies keine kommunale Aufgabe darstelle, sagt Robert Stangl. „Nach Rücksprache mit der für uns zuständigen Sortieranlage kann aber von dort gesagt werden, dass die Mengensteigerung aufgrund der Corona-Krise von etwa zehn bis 15 Prozent auf für den Landkreis bestätigt werden kann.“
Übrigens: Für Gewerbemüll, der verbrannt wird, lasse sich im Vergleich zum Vorjahr feststellen, dass die Mengen aus dem Landkreis für März und April „bereits spürbar rückläufig waren“, sagte der Sprecher der Kreisbehörde. Konkret mache das etwa ein Viertel der bisherigen Menge aus.
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