Großalarm am Montagnachmittag an der Mainburger Straße: Im Keller eines Freisinger Mehrfamilienhauses loderten Flammen. Mehreren Personen war der Fluchtweg abgeschnitten – auch einer Mutter mit ihrem Kleinkind.
Freising – Um 16.29 Uhr wurde die Freisinger Hauptfeuerwache von der Integrierten Leitstelle alarmiert. „Noch während der Anfahrt des Löschzuges wurde die Alarmstufe erhöht, da Personen vom Feuer eingeschlossen waren“, berichtete FFW-Pressesprecher Florian Wöhrl. Die Folge: Weitere Einheiten von der Feuerwache 2, aus Attaching und Pulling rückten aus.
Als rund sieben Minuten später die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, wurde umgehend die Drehleiter in Stellung gebracht, um eine Mutter mit ihrem Kleinkind – unverletzt – von der Dachterrasse des zweigeschoßigen Wohnhauses zu retten. Ein Trupp unter Atemschutz ging über die Tiefgarage zur Brandbekämpfung in den Keller vor. Weitere Atemschutzgeräteträger suchten das bereits völlig verrauchte Treppenhaus nach Menschen ab. Zwei weitere Personen, die vom Rauch in ihrer Wohnung eingeschlossen waren, hatten sich auf den Balkon in Sicherheit gebracht. Sie waren nicht unmittelbar in Gefahr und konnten unter Betreuung durch die Feuerwehr dort verbleiben.
Ein Anwohner wollte mit dem Gartenschlauch den Brand bekämpfen
Die Ursache für die starke Rauchentwicklung war schnell gefunden: Unrat, der unter der Treppe gelagert war, hatte aus noch ungeklärter Ursache Feuer gefangen und wurde mit einem C-Rohr abgelöscht. Ein Anwohner hatte zuvor noch mit dem Gartenschlauch versucht, den Brand zu bekämpfen, brach seine Versuche aber wegen des starken Qualms ab. Dabei zog er sich eine Rauchgasvergiftung zu und musste vom Rettungsdienst vor Ort versorgt werden.
Bereits nach etwa 15 Minuten war das Feuer aus und die Situation entschärft. Stadtbrandinspektor Frankl, der den Einsatz leitete, zeigte sich glücklich über den relativ glimpflichen Ausgang des Brandes, warnte aber zugleich davor, dass Unrat, der in Treppenräumen gelagert wird, bei Bränden zur tödlichen Falle werden kann. „Unter der Kellertreppe und vor den Wohnungen sollten niemals brennbare Gegenstände gelagert werden.“, appelliert Frankl. Sie seien nicht nur Nahrung oder Ursache für ein Feuer, sie können auch die Fluchtwege einschränken oder blockieren.
Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute (darunter 30 Atemschutzgeräteträger) mit 14 Fahrzeugen im Einsatz.