Das Hofbrauhaus Freising will sich künftig auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz ausrichten. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei das bekannte Logo: der Eisbär.
Freising – Ein Freisinger Eisbär ist jetzt das neue Symbol für Tradition und Verantwortungsbewusstsein. In Kooperation mit dem Verein Pro Wildlife will das Hofbrauhaus Freising den Fokus auf Veränderungen legen – für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die Brauerei möchte zeigen, wie das gehen kann.
Mehr Schutz für Eisbären und seinen Lebensraum
Dem Inhaber der Freisinger Traditionsbrauerei, Ignaz Graf zu Toerring-Jettenbach, liegen Wildtiere, deren Lebensräume und die Natur im Allgemeinen am Herzen – mitunter, weil seine Familie seit Jahrhunderten in der Forstwirtschaft aktiv sei: „Der Wald hatte schon immer eine große Bedeutung für unsere Familie.“ Und beim Bierbrauen gehe es ebenfalls um die richtige Balance zwischen Tradition und Moderne. Zudem sei das Thema Nachhaltigkeit natürlich von großer Bedeutung. Schnell waren sich Graf Toerring-Jettenbach und Geschäftsführer Jürgen Charrois deshalb einig: Das Hofbrauhaus müsse sich noch mehr unternehmerisch und gesellschaftlich für dieses Thema engagieren.
Der Münchner Tier- und Naturschutzverein Pro Wildlife konnte zügig als kompetenter Partner für diese Mission gewonnen werden – auch hier wollte die Brauerei ganz gezielt einen örtlich nahen Verein in das Boot holen. Aktuelle Zielvorgabe ab dem 1. Juli: eine langfristig ausgelegte Zusammenarbeit zum Schutz des Eisbären und den Erhalt seines Lebensraums. Die Biologin und Mitbegründerin von Pro Wildlife, Daniela Freyer, freut sich sehr, dass die Brauerei Verantwortung übernehmen möchte. Sie betonte: „Es ist fünf vor zwölf im Bereich des Artensterbens!“
„Ein frisches Huber Weisses muss nicht Hunderte Kilometer transportiert werden“
Die geplanten Maßnahmen gehen weit über den Eisbär-Schutz hinaus: Das Hofbrauhaus möchte zudem seinen Kohlendioxid-Ausstoß deutlich senken, etwa mit einem neuen, modernen Fuhrpark. Außerdem umfasse der Katalog einen verstärkt verantwortungsvollen Umgang mit wertvollen Rohstoffen wie Brauwasser, Hopfen, Malz und Hefe. Auch der regionale Gedanke soll in den Vordergrund gerückt werden: „Ein frisches Huber Weisses muss nicht Hunderte Kilometer transportiert werden, es schmeckt auch im Biergarten um die Ecke“, so die Verantwortlichen.
„Wir freuen uns über jede Unterstützung“, sagte Freyer, denn jeder kleine Baustein, jede Aktion für Tier-, Arten- und Umweltschutz sei wertvoll. Pro Wildlife zeige Missstände auf, damit die Menschen genauer hinsehen und verantwortungsbewusst handeln, erklärte sie. Gemeinsam mit dem Hofbrauhaus Freising möchte die Umweltschutz-Organisation die Welt „jeden Tag ein wenig besser machen“. Der Eisbär im Logo des Huber Weissen stehe perfekt als Symbol für Kraft und Charisma – aber auch als Vision, dass eben dieser Bär eines Tages einen CO2-neutralen Tatzen-Abtritt hinterlassen könne. Vom Verkauf eines jeden Träger Huber Weisses soll zukünftig ein Betrag als Spende auf das Konto von Pro Wildlife München gehen.
Die Geschichte hinter dem Eisbär-Bier
Aber weshalb verirrt sich eigentlich ein Eisbär in die Domstadt? Als einziger seiner Art in Freising ziert er das Logo der Brauerei, während sich in der Innenstadt zahlreiche Braunbären-Skulpturen tummeln – mit der Korbinians-Legende als Hintergrund. Ende der 30er Jahre machte sich angeblich der Hofbrauhaus-Brauer Nikolaus Huber auf den Weg in den Tierpark Hellabrunn München, um dort eine neue Sensation zu bestaunen: einen Eisbären. Kurzum wurde aus dem ehemaligen Braunbär-Logo der Brauerei laut der Legende deshalb ein Eisbär – als perfektes Symbol für ein eisgekühltes Weiss(bär)bier. Richard Lorenz
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