VonAndreas Beschornerschließen
Seit zwei Jahren ist die Freisinger Innenstadt eine Großbaustelle. Doch ab 13. Mai wird die Untere Hauptstraße endgültig zum Nadelöhr. Auch der Wochenmarkt muss weichen.
Freising – Verkehrsbehinderungen sind die Freisinger in der Innenstadt schon gewohnt. Heuer aber wird „der Höhepunkt“ der Einschränkungen in der Altstadt erreicht werden, wie OB Tobias Eschenbacher sagt. Anders ausgedrückt: Man kann schon mal üben, wie es ist, wenn der Innenstadtumbau abgeschlossen und dann der Bereich zwischen Amtsgerichtsgasse und Bahnhofstraße Fußgängerzone sein wird.
Die laut OB „recht komplexe“ Angelegenheit der ab Montag geltenden Verkehrsführung erläuterte gestern Innenstadtkoordinator Michael Schulze: Weil zwischen Weizengasse und Amtsgerichtsgasse der neue Belag eingebaut wird, ist dieser Abschnitt für den motorisierten Verkehr gesperrt. Ab Montag, 13. Mai, kommt noch eine Vollsperrung hinzu: Da nämlich beginnt die Stadtentwässerung, die Hausanschlüsse an der Nordseite der Hauptstraße zwischen Marienplatz und Bahnhofstraße zu erneuern. Und weil man dazu die Hauptstraße queren muss, ist auch da kein Durchkommen mehr für den motorisierten Verkehr.
Innenstadt: Marienplatz wird zum Wendehammer
Die Folge: Der Marienplatz wäre eine Sackgasse. Um aber die Anfahrt und Anlieferung der Geschäfte und auch der Asam-Baustelle zu gewährleisten, wird auf dem Marienplatz eine Wendemöglichkeit eingerichtet – „einmal um die Mariensäule herum“. Der einzig über die Amtsgerichtsgasse abzuwickelnde Verkehr wird an der Amtsgerichtsgasse mit einer Baustellenampel und einer Fußgängerampel geregelt.
Da also wegen der Arbeiten zwischen Marienplatz und Bahnhofstraße die Ziegelgasse, die Kirchgasse und der Rindermarkt für den Pkw-Verkehr über den Marienplatz nicht erreichbar sind, sollte man den Weg über die Kammergasse, die Furtnergasse und den Oberen Graben nehmen, um diese Bereiche anfahren zu können. Größere Lieferfahrzeuge dürfen während dieser Zeit am sogenannten „Schiedereck“ über die Obere Hauptstraße in die Ziegelgasse einfahren.
Grüner Markt muss Großbaustelle weichen
Und noch eine Konsequenz hat es, dass ab Montag der Marienplatz zum Wendehammer und zur Be- und Entladezone wird: Der Grüne Markt muss an den Samstagen und Mittwochen weichen. Und zwar, so hat man es jetzt beschlossen, wird er in die Obere Hauptstraße umziehen.
Deshalb wird zu den Marktzeiten der Bereich von der Karlwirtkreuzung bis zur Bahnhofstraße/Einmündung Am Wörth gesperrt. Veranstaltungen, die traditionell auf dem Marienplatz stattfinden, werden teilweise in die Obere Hauptstraße verlegt (die Oldtimer-Rallye beispielsweise), andere werden weiterhin an gewohnter Stelle stattfinden – das Altstadtfest zum Beispiel.
Ausnahmezustand bis Ende des Jahres
Das alles hat auch Auswirkungen auf den Stadtbus: Die Linien 621, 631 und 638 werden ab der Karlwirtkreuzung über die Johannisstraße zum Bahnhof geführt, bedienen also die Obere Hauptstraße nicht mehr. Die Kleinbuslinie 650 wird über die Bahnhofstraße, die Ziegelgasse und die Kammergasse zur Ottostraße und dann wieder zum Bahnhof geführt, so Sonja Ziesak von den Stadtwerken.
Gelten wird das alles bis Anfang August. Wenn danach die Hausanschlüsse zwischen Amtsgerichtsgasse und Marienplatz erneuert werden, gelten diese Regelungen bis Ende November spiegelbildlich. Doch darüber wird man noch separat informieren
Max-Josef Kirchmaier, Vorstand der Aktiven City Freising, betonte, die Innenstadt bleibe auch in dieser Zeit ein lebendiges Einkaufszentrum.
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