Nur Anlieger dürfen noch rein

Alles anders: Freisinger Kammergasse wird jetzt reine Fahrradstraße

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Nur noch für Radfahrer und Anlieger wird die Kammergasse nach dem Umbau nutzbar sein.
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Nur Anlieger dürfen noch rein: Die Kammergasse in Freising wird zu einer reinen Fahrradstraße. Die Stadträte im Planungsausschuss waren begeistert.

Freising – So, wie man bisher die fahrradfreundliche Umgestaltung der Kammergasse geplant hatte, wird es nun doch nicht kommen. Im Laufe der detaillierten Planungen habe sich aber nun in der Verwaltung die Erkenntnis ergeben, dass die bisher bevorzugte Variante ein „Flickenteppich“ wäre. Jetzt hat man umgeplant. Und die Stadträte im Planungsausschuss waren begeistert.

Der Umbau

Die jetzt beschlossene Planung sieht vor, dass die Kammergasse nun konsequent zur Fahrrad- und Anliegerstraße umgebaut wird (ohne jeden motorisierten Individualverkehr) und dass die Alois-Steinecker-Straße so umgestaltet wird, dass ein gegenläufiger Pkw-Verkehr ermöglicht wird. Das, was nach neuen Simulationen und Planungen jetzt also umgesetzt werden soll, nennt sich Variante A-optimiert.

Die Planer

Wie das Verkehrsplanungsbüro PVT Essen GmbH untersucht hat, sei eine gegenläufige Verkehrsführung in der Alois-Steinecker-Straße (und in der Haydstraße) unter bestimmten Voraussetzungen möglich und sinnvoll – auch wenn man die Zahlen für den Prognosehorizont 2035 zu Grunde lege. Eine Linksabbiegerspur von der Alois-Steinecker-Straße in Richtung Mainburger Straße sei nicht möglich, da sich sonst ein zu langer Rückstau vor der künftigen Ampel ergeben würde.

Entfallen müsste dann auch eine der beiden Linksabbiegerspuren in die Alois-Steinecker-Straße von der Korbinianskreuzung her kommend, erläuterte PVT-Geschäftsführer Uwe Klar den Stadträten.

Ein weiterer Vorteil dieser Lösung, die die Kammergasse zur Fahrradstraße macht und in der Alois-Steinecker-Straße gegenläufigen Verkehr erlaubt, ist, dass man dann auf die bisher vorgesehene Verbindung zwischen den beiden Straßen im Bereich des ehemaligen Hofgartens rund um das Vhs-Gebäude verzichten kann. Das wiederum bedeute, dass die ebenfalls im Innenstadtkonzept für die Stadt Freising vorgesehene Umgestaltung des Hofgartens nicht beeinträchtigt werde. Im Planungsausschuss war man allseits angetan davon, die Ende 2019 beschlossene Variante zu verwerfen und nun die Variante A-optimiert weiter zu verfolgen. Karl-Heinz Freitag (FW) sprach von einer „super Lösung“, Charlotte Reitsam (Grüne) betonte, so komme man „wirklich einen Schritt weiter“.

Die Fragezeichen

Freilich: Noch sind viele Fragen und Details ungeklärt. Da ist zum Beispiel der Entfall von Parkplätzen an der Kammergasse, da ist die Frage, wie man den Öffentlichen Personennahverkehr führen wird, wie die Innenstadt für Lieferverkehr erreichbar sein wird, wie das Hotel und das Klinikum angefahren werden können und wie die Kreuzungen an der Prinz-Ludwig-Straße und der Wippenhauser Straße aussehen werden.

Noch viel Arbeit also. Trotzdem ist es nach wie vor das Ziel der Stadt und der Stadträte, zeitgleich mit der Eröffnungen der Umfahrungen – also der West- und Nordosttangente – im Herbst 2021 mit der Umsetzung der verkehrsberuhigenden Maßnahmen im innerstädtischen Bereich zu starten. Danach soll es schrittweise – auch abhängig von der Haushaltssituation – hin zum Endausbauzustand gehen.

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