VonAndreas Beschornerschließen
Ausschreibungen, Projektbeschlüsse, Kostenerhöhungen: Am Montag war die Generalsanierung des Asamgebäudes gleich mehrfach Thema im Finanzausschuss. Alle Beschlüsse zum Mammutprojekt fielen einstimmig.
Freising – Die Generalsanierung des Komplexes selbst läuft offiziell unter der Bezeichnung P1 und ist in fünf Teilprojekte aufgeteilt. Nachdem die Teilprojekte 1 bis 3 bereits in den Jahren 2016 und 2017 beschlossen wurden und schon laufen beziehungsweise im Frühjahr 2019 beginnen werden, haben die Stadträte am Montag den beiden letzten Teilprojekten 4 und 5 Grünes Licht erteilt. Teilprojekt 4 umfasst dabei, so Architekt Anton Mang, die Fenster und Außentüren, Fassadenarbeiten, Fliesen- und Parkettarbeiten, Trockenbau- und Malerarbeiten: Zu Teilprojekt 5 gehören Erd- und Landschaftsbauarbeiten, die Bodenbeläge, Metallbau- und Tischlerarbeiten sowie die Ausstattung. Die Ausführung all dieser Leistungen soll von 2019 bis zur Fertigstellung der Sanierung Ende des Jahres 2021 andauern. Für Teilprojekt 4 sind derzeit Kosten in Höhe von 8,36 Millionen Euro veranschlagt, für Teilprojekt 5 nochmals 6,08 Millionen Euro.
Bleibt zu hoffen, dass die dann beauftragten Firmen nicht dasselbe Schicksal ereilt wie die Gerüstbaufirma, die im Rahmen der Durchführung von Teilprojekt 1 Insolvenz anmelden musste. Die Folge: Rund 465 000 Euro Mehrkosten – unter anderem deshalb, weil die Leistung eben neu ausgeschrieben werden musste. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher sagte: „Ärgerlich, aber ist so.“
Lesen Sie auch: Baustellenbegehung des Asamgebäudes: „Da ist ein ganzer Wald drunter“
Und es gab noch einen Beschluss, der das „Asam öffne dich“ weiterbringen soll: Es geht jetzt dann so richtig los mit dem Projekt P2 – dem Asamhinterhof und dem neuen Lastenaufzug, der bekanntlich auch zur kleinen Bühne umfunktioniert werden kann. Die Bauabschnitte 1 und 2 wurden bereits in den Jahren 2015 und 2016 realisiert, als das Bodenniveau abgesenkt, die Spezialtiefbauarbeiten durchgeführt, das Nebengebäude für die Trafostation errichtet und die Brücke über die Moosach erneuert wurden. Am Montag haben die Ausschussmitglieder nun die beiden Bauabschnitte 3 und 4 als Projekt beschlossen. Dabei handelt es sich um den Neubau des Lastenaufzugs und um Landschaftsbauarbeiten beziehungsweise die Errichtung eines kleinen Stegs über die Moosach auf der Rückseite des Asamgebäudes. Kosten darf der ganze Spaß noch 3,625 Millionen Euro. Die Fertigstellung dieses Projekts soll gleichzeitig mit dem Abschluss der Maßnahmen am Projekt P1 erfolgen – also Ende 2021. zz
Auch interessant: Innenstadt-Umbau: Freising hat erstes Etappenziel erreicht – Das wird gefeiert
