VonHelmut Hobmaierschließen
Ein Freisinger schickte seine Sohn gleich zweimal hochwertige FFP3-Masken nach Wien. Die Päckchen kamen aufgerissen und geplündert an - ohne Masken.
Freising – Gleich zweimal hat Guido Metz aus Freising seinem Sohn Aaron hochwertige Schutzmasken nach Wien geschickt, wo dieser als Chirurg arbeitet. Die Packerl kamen auch an – aber ohne Masken. Wer sich wo den begehrten Inhalt geschnappt hat – das lässt sich wohl nicht mehr nachverfolgen.
„Vor etwa drei Wochen haben wir das erste Packerl losgeschickt“, berichtet Immobilienexperte Metz. Der Inhalt der Fracht an den Filius: zwei hochwertige FFP-Masken der Schutzkategorie 3 – Stückpreis 86 Euro. „Leider kam es beschädigt und ohne Masken bei ihm an“, berichtet Metz. Aber man will ja nichts unversucht lassen – und besorgte noch einmal die teuren Masken. Vor zwei Wochen dann also Sendung Nummer zwei. Doch wieder das gleiche Spiel: „Das Päckchen war wieder aufgerissen und die Masken fehlten erneut.“ Metz: „Es ist schon erschreckend wie sich manche Menschen in dieser Coronakrise verhalten. Ich bin mir sicher, dass wir da nicht die Einzigen sind, die so etwas erleben. Die Post täte gut daran, die Auslieferung privater Päckchen besser zu überwachen.“ Ob das Paket in Deutsc
hland oder in Österreich aufgerissen wurde – und unter welchen Umständen – „das können wir natürlich nicht sagen“. Schleierhaft ist Metz auch, wie man den derzeit dringend benötigten Inhalt der Päckchen identifizieren konnte.
Der Rat der Post: Immer mit Einschreiben
Inzwischen hat Guido Metz noch ein Päckchen verschickt, diesmal nach Holland. Der Inhalt: 100 Einwegmasken. Eine Bekannte von Metz war dort für drei Wochen zu Besuch bei ihrem Lebensgefährten und bat Metz um Masken, die in Holland nur sehr schwer zu bekommen waren. Der Freisinger hatte sich einen Vorrat zugelegt und konnte der Bekannten die Masken schicken. Aber: Das Paket kam nie an. Metz: „Auf Nachfrage bei der Post wurde uns gesagt, dass das bei privat verschickten Päckchen leider immer mal wieder vorkommt, weil man diese Packerl nicht nachverfolgen kann. Im Online-Handel käme das nicht vor, da die Sendungen hier mit einer Trackingnummer versehen sind.“ Metz wurde geraten, Päckchen nur noch per Einschreiben zu versenden. Das sei in der Regel sicher. Guido Metz nimmt’s gelassen: „Das nächste Mal sind wir schlauer.“
Aktuelles im Landkreis Freising
Wegen Ruhestörung musste die Polizei in Freising ausrücken. Vor Ort wurden die Beamten attackiert. Ein Mann versuchte, einer Polizistin die Dienstwaffe zu entreißen.
Hoch die Krüge: Am Montag durften Bayerns Biergärten wieder öffnen. Die Betreiber im Landkreis Freising freuen sich, endlich wieder arbeiten zu können – sind aber auch skeptisch, ob die strengen Auflagen mit Genuss und Geselligkeit zusammenpassen.

