VonHelmut Hobmaierschließen
Schreck am Sonntagvormittag: Die Senioren-Wohnanlage des Heiliggeistspitals in Freising (Heiliggeistgasse) musste wegen starker Rauchentwicklung evakuiert werden.
Freising - Ursache des starken Qualms war laut Polizei angebranntes Essen auf dem Herd einer Wohnung im zweiten Stock des Traktes. Die Bewohnerin erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Ansonsten gab es keine Verletzten und auch keinen nennenswerten Sachschaden.
Dicker Rauch quoll am Sonntag gegen 10.30 Uhr aus der Wohnung im zweiten Stock des Heiliggeistspitals. Im dortigen Betreuten Wohnen sind die Senioren weitgehend selbstständig und können sich auch eigenständig ihr Essen zubereiten. Dabei war offenbar etwas schiefgelaufen. Wahrscheinlich habe die Seniorin einfach den Topf auf dem Herd vergessen, berichtet die Polizei. Jedenfalls schlug die Brandmeldeanlage an – womit Schlimmeres verhindert werden konnte.
58 Freisinger Floriansjünger waren ausgerückt
Während die Freisinger Feuerwehr mit 58 Einsatzkräften beider Wachen zusammen mit Polizei und BRK anrückte und die Sirenen der anrückenden Kräfte in der Freisinger Stadtmitte aufhorchen ließen, verließen die ersten Bewohner bereits mit Hilfe des Pflegedienstpersonals vom Nachbargebäude das Gebäude. „Die Mitarbeiter haben sehr gut reagiert“, sagte FFW-Kommandant Oliver Sturde nach dem Einsatz. Schließlich sind einige der Bewohner gehbehindert und alles musste sehr schnell gehen, da die Lage noch sehr unübersichtlich war. Die Bewohner unterstützten sich auch gegenseitig: „Alle halfen mustergültig zusammen“, lobte auch ein Polizeisprecher. Auch die Senioren im ersten und dritten Stock hatten das Gebäude in kurzer Zeit verlassen, nicht zuletzt mit Unterstützung der Feuerwehr. Die kontrollierte schließlich, ob das Gebäude auch komplett geräumt war.
Nach relativ kurzer Zeit konnten die Senioren wieder zurück in ihre Wohnungen
Nachdem zunächst der „Kleinbrand“ auf dem Herd abgelöscht war, wurde die betroffene Wohnung sowie der ebenfalls total verrauchte Flur davor mit Druckbelüftern entlüftet. Nach relativ kurzer Zeit konnten die Senioren wieder zurück in ihre Wohnungen. Die Bewohnerin der betroffenen Wohnung war nach der Rettungsaktion ansprechbar. Sie wurde zunächst an Ort und Stelle versorgt, dann vorsorglich zur Behandlung ins Klinikum eingeliefert.
