„Der Politik Beine machen“

„Rettet die Bienen“: Freisinger Aktionsbündnis setzt sich für Volksbegehren ein

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Machen sich stark: Im Landkreis hat sich ein Aktionsbündnis gegründet, um das Volksbegehren zum Schutz von Bienen und Artenvielfalt zu unterstützen. Dabei sind unter anderem Bund Naturschutz, ÖDP, Grüne, Linke und die Kreis-SPD.
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Am 31. Januar startet das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“: In Freising hat sich nun ein Aktionsbündnis gegründet, um die Bürger dafür zu mobilisieren.

Freising – Zwei Wochen lang können sich ab 31. Januar die Wahlberechtigten in den Rathäusern eintragen, um das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ zu unterstützen. Seinen Teil dazu beitragen will ein Aktionsbündnis im Landkreis, das sich am Donnerstagabend gegründet und den Fahrplan für die Zeit bis zum 13. Februar festgelegt hat. Denn es gehe mehr als „nur“ um die Bienen. Es gehe um den Erhalt der Artenvielfalt. Als offizielle Unterstützer hatten sich im Vorfeld die ÖDP, die Grünen und der Bund Naturschutz zusammengetan.

Bei dem Treffen in der Geschäftsstelle des Bund Naturschutz (BN) kam auch von der Freisinger Linken, der Kreis-SPD, vom Verein Essbares Langenbach, von Zivilcourage Freising und der Kreisgruppe des Landesbunds für Vogelschutz die Aussage: „Wir sind dabei.“ Teilnehmen wollen auch die Naturfreunde Freising, bei denen aber noch der Vorstandsbeschluss aussteht, vielleicht auch die Imker und die Freisinger Mitte, von der noch keine Rückmeldung vorlag.

Mit dem Volksbegehren müsse man „der Politik Beine machen“

Ulrich Vogl (ÖDP) und Manfred Drobny (BN) hatten nochmals kurz die wesentlichen Forderungen und Ziele des Volksbegehrens formuliert: Biotopverbünde zu schaffen, Landwirte so auszubilden, dass sie sich stärker um den Erhalt der Natur und Arten kümmern, die Erstellung eines jährlichen Statusberichts durch die Staatsregierung, die Steigerung der biologisch bewirtschafteten Flächen bis 2025 auf 20 Prozent, mehr Blühwiesen und die Einschränkung des Einsatzes von Pestiziden.

Wie Drobny sagte, müsse man mit dem Volksgebegehren „der Politik Beine machen“. Es sei geradezu „bedauernswert und erbärmlich“, wenn man gesetzlich einen fünf Meter breiten Gewässerrandstreifen festlegen müsse, den es in allen Bundesländern außer in Bayern und Niedersachsen gebe.

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Bayernweit zehn Prozent der Wahlberechtigten müssen sich zwischen dem 31. Januar und 13. Februar eingetragen haben, um das Volksbegehren zum Erfolg zu führen. Im Landkreis Freising will das Aktionsbündnis mit sogenannten „Rathauslotsen“ die Bürger dazu bringen, in die Rathäuser zu gehen. Mit Anträgen in den Gemeinden will man dafür sorgen, dass die Zeiten dafür tatsächlich „bürgerfreundlich“ sind, die Rathäuser also auch an den beiden Wochenenden für einige Stunden offen stehen, um Berufstätigen die Unterstützung des Volksbegehrens zu erleichtern.

Info-Nummer und Facebookseite

Für potenzielle Unterstützer und Bürger, die Fragen zum Volksbegehren haben, will man eine Info-Nummer unter Tel. (0 81 61) 1 22 66 einrichten. Zudem hat das Landkreis-Aktionsbündnis eine E-Mail-Adresse angelegt: bienen-retten@imkreisfs.de. Außerdem wird eine Facebook-Seite erstellt, auf der alle am Aktionsbündnis beteiligten Organisationen verlinkt werden sollen.

Als eine Art „Startsignal“ ist kurz vor Beginn der Eintragungsfrist eine Infoveranstaltung mit einem kompetenten Referenten geplant – wohl am Samstag, 26. Januar. Schließlich will man sich öffentlichkeitswirksam am ersten Tag, an dem die Eintragungsfrist beginnt, treffen und gemeinsam für das Volksbegehren unterschreiben. Infos zum Inhalt und Ziel des Volksbegehrens sind auf www.volksbegehren-artenvielfalt.de zu finden.  

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